Weeping Angels #1: der Frankfurter Hauptfriedhof

Wieder einmal ging ein wunderbares Wochenende viel zu schnell vorbei. Wie immer wenn man in guter Gesellschaft ist und interessante Dinge anzusehen und anzuhören hat, flog die Zeit wie im Flug davon.

Am 1. Dezember machten sich Freunde und Leser von Roberts Blog auf gen Frankfurt um sich dort nicht nur zu treffen, sondern auch die Ausstellung zur Schwarzen Romantik im Städel-Museum zu besuchen und um anschließend im „Bett“ vier hervorragende Bands live zu sehen.

Ich will mich an dieser Stelle nicht genauer mit dem Treffen an sich befassen da ich mir sicher bin, Robert wird dem bei Spontis noch nachkommen. Nur eines: es war großartig, man hätte lediglich mehr Zeit gebraucht um sich einmal die Ausstellung noch intensiver vorzunehmen und natürlich auch zum Quatschen. Aber so ist das ja immer 😉

Nachdem am Sonntag gegen Mittag der schwarze Haufen sich wieder auflöste und jeder den Weg in die eigene Heimat antrat, nahmen wir – Chris, Schatten und ich – die Gelegenheit wahr uns vor der Fahrt noch einmal die Füße zu vertreten und einem weiteren ach so typisch-gruftigem Interesse nachzugehen: dem Besuch des Frankfurter Hauptfriedhofes.ffm_friedhof_3_kl

Der Zwischenstop fiel aber eher kurz aus, was einmal dem Wetter geschuldet war, aber auch der Tatsache daß wir dann allzu spät nicht losziehen wollten. ffm_friedhof_1_kl

Da der Friedhof aber sehr weitläufig ist und viele sehr interessante Denkmäler zu bieten hat, würde sich das eventuell anbieten, mit einem weiteren Spontis-Treffen zu verbinden – eventuell liese sich ja auch hier eine Führung organisieren, wie sie zB für den Südfriedhof in Leipzig gibt?

Nachdem ich aber extra meine große Kamera für diesen Zweck mitgenommen hatte, wollte ich zumindest ein paar Bilder machen. Viele sind es natürlich nicht geworden, aber allein schon bei unserem kleinen Rundgang, der sich auch nur über einen sehr kleinen Bereich erstreckt hatte, gab es einige sehr schöne Kunstwerke zu sehen.

Der Hauptfriedhof wurde am 1. Juli 1828 eingeweiht, nachdem der seid 1452 bestehende Peterskirchhof geschlossen wurde. Letzterer bietet aber auch heute noch viele Sehenswürdigkeiten die einen Besuch sicher ebenfalls interessant machen würden.ffm_friedhof_4_kl

Mit seinen rund 80 Hektar Fläche gilt der Hautfriedhof heute als einer der größten innerstädtischen Parks. Dabei schaffen zahlreiche Bäume und Bepflanzungen rund um die Gräber den Charakter eines friedlichen Waldes und sorgen so für eine ruhige, besinnlich-melancholische Stimmung. Ganz in der Intention des damaligen Stadtgärtners Sebastian Rinz und des für das monumentale, klassizistische Haupttor verantwortlichen Architekten Friedrich Rumpf.

Direkt im Anschluß an den Hauptfriedhof befinden sich der alte und der neue jüdische Friedhof, welche jedoch separat verwaltet werden.

Auf der offiziellen Homepage des Friedhofes finden sich noch mehr Informationen: http://www.frankfurter-hauptfriedhof.de/ffm_friedhof_5_kl

Typisch für alte Friedhofsanlagen sind natürlich die kunstvoll gestalteten Friedhofsengel, welche namensgebend auch für diese neue Kategorie an Bild-Artikeln herhalten mussten * 😉 – neu zumindest auf meinem Blog.

Dabei sind diese Statuen weit mehr als nur Dekoration,  sondern eine weit größere Spanne an Symbolik lässt sich in dieser Form der Bildhauerkunst wiederfinden. Der Friedhofsengel gehört zu den sogenannten Todesgenien, welche ein Überbegriff für derarte Statuen darstellt, neben den beflügelten Figuren finden sich Darstellungen die sich auf antike Totengottheiten beziehen, kindliche Putten die auf Gräbern wachen und die „schöne Trauernde“ die in gebeugter Körperhaltung und gesenktem Kopf des Verstorbenen gedenkt.ffm_friedhof_6_kl

Der Engel gilt als Mittler zwischen der irdischen Welt und dem Göttlichen, das Sinnbild jener Eigenschaft stellen seine Flügel dar – eine Verbindung zum Götterboten Hermes, übertragen in die christliche Mythologie.

Als Darstellungsformen sitzen sie trauernd auf den Grabmälern und tragen Gegenstände mit Bezug zum Lebensende, wie eine gesenkte, erloschene Fackel, Blumen oder Stundengläser. Manche erheben sich über die Ruhestätten und segnen diese mit gesenktem Kopf und ausgebreiteten Händen. Wieder andere erheben den Finger zum Himmel um den Verstorbenen den Weg ins Leben nach dem Tode zu weisen oder stehen mit weit ausgebreiteten Schwingen da um die Seelen gar persönlich zu geleiten und den Menschen daran erinnern daß sie sowohl auf Erden als auch im Himmel wandeln können.ffm_friedhof_7_kl

Als weitere Gegenstände kommen auch Symbole vor, die für das Leben stehen wie die Rose –  die Liebe die den Tod überwindet. Für Frieden und Glaube der Palmwedel und für den Todesschlaf und das Wiedererwachen daraus, die Mohnkapsel. Hinweise darauf daß Tod und Leben zusammengehören und beide einander bedingen als ewigen Kreislauf.

Auch musizierende Figuren kann man immer wieder sehen, diese symolisieren die Engelschöre im Leben nach dem Tode.

Die Liste der Symbole ist lang und würde Bände füllen, deswegen bleibt dies hier erstmal ein kleiner Umriss für den Zusammenhang.

Im 19. und frühen 20.  Jahrhundert dienten besonders prächtige Grabmäler  nicht selten dazu, den Reichtum und Einfluß bestimmter Familien darzustellen. Die Zeit der opulenten Engel und Statuen war daher nach dem 1. Weltkrieg zu Ende, als eine Friedhofsreform dazu führte, daß sich Grabstätten von Arm und Reich fortan anhand Form und Größe nicht mehr voneinander unterscheiden durften.

Erst nach 2000 zogen die Engel wieder auf den Friedhöfen ein – wenn auch nicht mehr in monumentaler, symbolgewaltiger Form, dafür mehr als kleine Putten und Figürchen die dekorativ auf Grabsteinen- und -platten liegen und sitzen und so das Grab bewachen.

Soweit mein kleiner Einblick auf den frankfurter Hauptfriedhof.

* „Weeping Angel“ – ist natürlich nicht nur die englische Bezeichnung für den Friedhofsengel – momentan geht hier wenig ohne Doctor Who -Bezug – man sehe es mir nach *g* . So hat die New Series in einer ihrer brilliantesten Geschichten diesen Engeln ein wunderbar-schauerliches Denkmal gesetzt: „Blink“ von Stephen Moffat. Und was es mit den Statuen wirklich auf sich hat, erfährt man in diesem Video.

Also aufgepasst beim nächsten Friedhofsbesuch und – Don’t blink! 😉

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Ein Schal und ein Novembertag

Nicht umsonst gilt der November als der Monat der den Leuten am stärksten aufs Gemüt schlägt.
Die Tage werden sehr merklich kürzer, oft ist es grau und tagelang kein bisschen Sonne, die letzten Blätter fallen von den Bäumen und jegliche Farbe weicht aus der Natur. Dazu wahlweise Nebel oder Regen und unangenehme Temperaturen.

Der geneigte Grufti kann solchen Umwelteinflüssen ja doch auch mal etwas abgewinnen. Ich selbst gestehe, dem November eher zwiespältig gegenüber zu stehen. Ich bin eine Frostbeule und schaffe es noch bei 25°C herzhaft zu frieren und auch bei mir ist die novemberliche Diesigkeit auch mal Grund für Stimmung der in der Tat schlechten Sorte. Andererseits kann ich der tristen Melancholie aber auch was abgewinnen, man kann den Mantel wieder aus dem Schrank holen und sich am neu gestrickten Schal erfreuen 😀

Nach 15 Jahren Stricknadelabstinenz hat es mich dann doch wieder dazu getrieben, dabei ist das Wetter nicht unbedingt der ausschlaggebende Grund gewesen – nein (diejenigen die ich seid Wochen damit terrorisiere wissens ja eh 😀 ) , meine aktuelle überschäumende Begeisterung für *den* Doctor   (in dem Fall für meinen Lieblingsdoctor aus der Classic-Serie – Tom Baker ), gepaart mit dem unbeabsichtigten Zufall, daß ich mit 18 bereits einen sehr doctorigen Klamottenstil, samt knallbuntem Schal mit sehr deutlicher Überlänge hatte *hust*

Der alte Schal existiert noch, ist mir aber inzwischen viel zu bunt 😉 – und des 4. Doctors Farben auch, deswegen entschied ich mich für eine Rosa-typische Farbwahl – viel schwarz, ein paar Graustufen und ein Hauch von lila. Die Länge des guten Stücks kommt aber mit stolzen 4,35 Metern an den Schal des Doctors recht gut ran.

Im Praxistest hat sich das gute Stück heute auch mehr als bewährt, denn bei den einstelligen Temeraturen eines richtig novemberigen Sonntag-Nachmittages wird einem auch als Über-Frostbeule nicht kalt am Hals und die Enden schwingen genauso schön beim Laufen wie bei Tom Baker in der Serie ❤

Getragene Bilder wirds auch noch geben – ich brauch erst mal einen neuen Hut 😉

Der „Praxistest“ bestand mehr oder weniger in einem schönen Spaziergang bei dem ich meine Kamera dabei hatte um ein wenig Novemberstimmung der angenehmeren Art einzufangen, auch wenn das Licht recht schnell Mangelware war, so habe ich dennoch ein paar, wenn auch wenige Bilder mitbringen können :

Einen Alien-Landeplatz habe ich dann auch gefunden 😀 – ich glaub sowas muss man einfach erwarten wenn man mit 4 Meter langen Schals in der Gegend rumläuft und das Who-Theme in Dauerschleife im Kopf hat …

Und dann verschwand das bisschen Licht auch schon wieder und setzte zum Abschied noch einmal den Himmel in Brand:

Gothic Friday März: Schwarzer Fächer der Passionen

Und weiter geht es mit dem nächsten Beitrag zum Gothic Friday.
Ein ganz schön saftiges Thema haben sich die Herrschaften Shan Dark und Robert diesmal ausgedacht. Hat mich einiges an Nerven gekostet und wieder mal abertausende von bereits getippsten Worten, die dann doch ungelesen von anderen ins Datennirvana verschwinden mussten.
Einen Vorteil hat das digitale Tippen – man läuft nicht in Gefahr in den zugeschriebenen, zerknüllten Schreibmaschinenblättern unterzugehen *gg*

Im März geht es um Leidenschaften und Passionen – Bilder sind bis aufs erste Anklickbar und damit in groß ladbar 🙂

optische Rückkopplung

Szenemitgestaltung war nie ein bewusstes Ansinnen am Anfang, doch wenn man sich zur Szene zählt, wird man früher oder später auch seinen Teil dazu beitragen, da man selbst ja Teil des Ganzen ist – wie auch immer das im einzelnen Fall aussehen mag.
Alles was mir wichtig war, war ein Platz an dem ich ich sein kann. Ein Platz an dem meine exzentrischen Auswüchse ihren Freiraum bekommen dürfen, und den Platz habe ich einst in der Szene gefunden.
Anfangs lässt man sich von den Leuten inspirieren die man in den Clubs sieht, später sieht man sich an dem Punkt wo man selbst Inspirationsquelle für andere geworden ist. Doch das sind Dinge die sich im Laufe der Zeit irgendwie so ergeben haben.
Wie ich schon im Januar-Beitrag schrieb war ich als Kind schon etwas eigenartig, als Jugendliche der Aussenseiter. Meinen Weg damit umzugehen habe ich gefunden, und der hies: bewusste Abgrenzung durch eins der wenigen Signale die man als wortkarges Mädel zur Verfügung hat: man schreibe sich das anders sein für alle sichtbar auf den Leib, durch andere Klamotten, einen anderen Stil den sonst keiner hat, ich ging den Weg in die optische Offensive und versteckte mich nicht vor den Angriffen, sondern suchte die Provokation und schrie leise hinaus wie sehr ich mich „anders“ fühlte.

Klamotten sind Audruck der eigenen Persönlichkeit, wer nur der Mode hinterherrennt und auf „angesagte“ Marken fixiert ist, wo ist dann die eigene Persönlichkeit erkennbar?
Äusserlichkeiten sind unbestreitbar für mich eine wichtige Sache, aber nicht in dem Kontext möglichst „trendy“ und „stylish“ zu sein, sondern in dem Zusammenhang daß ich so ein Stück von mir nach aussen sichtbar trage. In gewissen Sinne mag es eine oberflächliche Komponente durchaus enthalten, doch unter der Oberfläche gibt es rund um Kleidung, den persönlichen Stil und Bezug dazu viel mehr, ich wage sogar zu behaupten daß der eigene Bezug zu Kleidung eine gewisse philosophische Komponente besitzt. Eine sehr individuelle allerdings.
Ich bin ein relativ visuell veranlagter Mensch, mich faszinieren Leute die etwas andersartiges an sich haben, was genau kann ich nicht benennen. Meiner erfahrung nach sind Exzentriker auch oft faszinierende Persönlichkeiten, doch ich würde deswegen nicht den Umkehrschluss wagen und alle die sich schlichter wohler fühlen, als Langweiler zu bezeichnen, letztenendes ist wichtiger wie authentisch ein Mensch ist, und da unterhalte ich mich dann auch viel lieber mit dem schlichten Typen, der so wie er ist einfach er selbst ist, statt mit Karnevalisten. Aber „man selbst sein“ kann eben genauso gut eine etwas schrägere sache sein, und „Natürlichkeit“ muss nicht immer heißen daß man ungeschminkt und in Schlabberklamotten man selbst ist, es kann auch die bewusste „Unnatürlichkeit“ weißer Schminke und ausladender Reifröcke ein Stück persönliche Natürlichkeit sein.
Nahezu alle Menschen verändern ihren Körper nach ihren Idealbild, das fängt beim Haarefärben an, geht über Schmuck und Schminke bis hin zu Tätowierungen, Piercings und extremeren Körpermodifikationen, und auch Kleidung ist ein ganz wichtiger und eigentlich elementarer Teil dieses Selbstausdruckes.

The Watcher

Darauf beruht meine vielleicht größte Leidenschaft – das Schneidern. Etwas das vor 11 Jahren als Hobby begann, mit dem ich meine spinnigen Klamottenwünsche endlich selbst verwirklichen wollte ist über die Jahre sichtlich gewachsen, in einem Ausmaß daß ich jetzt sogar auf dem Weg bin diese Leidenschaft zum Beruf zu machen, im vollen Wissen daß man als Schneider heutzutage kein Vermögen verdienen kann, doch mir war die große Kohle nie wichtig. Leben sollte man freilich davon können, und vielleicht nicht auf Strich Null am Monatsende, aber Statussymbole sind mir nicht wichtig. Im Gegensatz zu der Lebensform die nach meinen eigenen Maßstäben die Ideale ist.
Jetzt kommt das Ganze an den Wendepunkt wo die bewusste Szenemitgestaltung auch ein wichtiges Thema wird, denn ich hoffe meine spätere Kundschaft in der Szene zu finden, mit dem Angebot auf individuelle Klamotten, auch wen die großen Roben dabei ein Hauptfokus sein sollen, ich könnte mir auch gut vorstellen für den Alltagsgebrauch und für Leute die sich nicht so gern mit mehreren Stoffballen behängen wollen, einzigartige Teile zu entwerfen.
Vielseitigkeit ist mir wichtig, auch wenn man mich selbst fast nur im Romantikfummel kennt, die Interessen darunter sind weitläufig und gelegentlich auch mal scheinbar konträr zum Äusseren. Aber wer wird denn schon Menschen nach seinem Aussehen aburteilen, nicht? 😉

 Die Diva

Um diese zentrale Leidenschaft – die Schneiderei – ringen sich noch einige andere Interessen die mit dem Nähen ganz gut Hand in Hand gehen.
Zum Einen wäre da das Malen und Zeichnen – man sagt, Talent überspringt eine Generation, so ging meine Mutter leider leer aus, während mein Opa, seinerzeit Porzellanmaler – mir da wohl ein bisschen was von abgegeben haben muss. Im Übrigen ist das auch sehr nützlich beim Entwürfe für neue Klamottenideen zu Papier zu bringen – denn später will der Kunde ja auch erstmal ein paar Ideen sehen bevor es ans Nähen geht.
Aber auch unabhängig vom Nähen greife ich gern mal zur Leinwand oder dem Bleistift, wobei das Hobby gelegentlich aus Zeitmangel auch mal untergeht. Und fatal ist auch daß ich am besten Malen kann wenns mir so richtig mies geht. Blöde Voraussetzungen das …

Renaissance1

Durch die Schneiderei bin ich freilich auch auf das Interesse an Geschichte gestoßen, mit Living History mal in eine andere Zeit abtauchen, oder in Selbstversuchen ausprobieren, wie es ist nur mit Hand und Seidenfaden ein Kleid zu nähen – genauso wie es vor der Erfindung der Nähmaschone gemacht wurde.
Dabei gilt mein besonderes Interesse dem späten 16. Jahrhundert, zur Zeit von Elizabeth I.
Und beim Reenactment muss es auch nicht der große oberprotzige Fummel sein, da darf es auch mal grobes Leinen und Wolle sein, für eine bürgerliche Darstellung.
Das Dumme ist allerdings nur, daß es für meine Lieblingszeit in Deutschland kaum Living History Veranstaltungen gibt und aktuell bin ich ausbildungsbedingt auch nicht so flexibel um mich dem Hobby intensiver zu widmen. Aber alles zu seiner Zeit …

Shooting

Ein anderes Interesse ist freilich auch die Photographie. Angefangen hat das mit Bildbearbeitereien, vor Jahren. Spielereien mit eher wenig bekannten Programmen waren die Anfänge, Graphiken für die ersten Versionen meiner Homepage.
Dann die ersten Gehversuche vor der Kameralinse – rein zufällig fragte mich ein Mitarbeiter des Lehrstuhles für polymerer Werkstoffe – wo ich einen kleinen HiWi-Job hatte damals – er war Hobbyphotograph und hatte einen kleinen AUftrag für eine Mediendesignerin, wofür er wen brauchte der halbwegs beweglich war. Mein erster (und einziger) Pay-Job *lach*
Ich fands lustig, lies mich später noch in meinen ersten Tournürenkleidern ablichten, und fand das „Modeln“ als weiteres Ausdrucksmittel interessant. Wobei ich mich nicht als Model sehe, ich will mich durch dieses Hobby ausprobieren, Facetten ausloten und zeigen. Bei guten Photographen die nicht einfach nur abdrücken lernt man da auch oft ein wenig über sich selbst. Sieht oin den Bildern wie andere Leute einen sehen …
Und freilich bekomme ich gute Bilder von meinen Kleidern *lach* – nein, im Ernst, Eigenwerbung muss auch sein wenn man selbstständig als Schneider durchkommen will, und so ist das Bildermachen inzwischen auch etwas mehr zum Werbezweck geworden, denn der Mensch ist ein Augentier und reagiert auf ein schönes Photo anders als auf ein – wenn auch handwerklich perfektes – Kleid das vor der heimischen Schrankwand auf der Puppe abgelichtet wurde.

Chris Fantaisie

Die Bildbearbeitung habe ich dann bei etlichen Shootingbildern selbst übernommen und Spaß daran gefunden, und da ich leider viel zu leicht zu begeistern bin, habe ich auch schon des Öfteren selbst zur Kamera gegriffen. Und werde es wieder tun 😉 einfach weil die Möglichkeiten der Photographie interessante Dinge bieten, insbesondere im Zusammenspiel mit der Nachbearbeitung. Auch hier will ich keine kostümierten Leute vor der Kamera haben, sondern solche die authentisch sie selbst sind, egal ob schwarzromantisch oder schlicht.

Doch damit ist das Thema noch nicht ausgeschöpft. Bei weitem noch nicht, Nur würde es dem umfang sprengen an dieser Stelle noch viel weiter zu gehen. Zu meinen Interessensgebieten kommt noch: Computerkram, Astronomie, Physik, Webdesign und damit meine eigene Homepage, Science Fiction und Cyberpunk, Tanz (von historisch über Ballett bis Jazzdance), Kampfsport, Lost Places, und freilich Musik.

Und damit beende ich die kleine Reise in meine Hobbies und Leidenschaften 🙂 – sonst werd ich ja nie fertig …

Nachtrag: auf Orphis Anmerlung hin muss ich noch hinzu setzen daß sich das Schreiben auch in meinen Kreis der Interessen einsortieren lässt. Eigentlich ganz ungruftig habe ich früher viele Science Fiction Kurzgeschichten geschrieben, die neueren Werke sind da danna ber oft auch finsterer ausgefallen, Klischeeuntypischerweise kann ich mit Gedichten nicht umgehen, aber das geschriebene Wort ist auch ein wunderbares Ventil um Frust abzulassen, und als solches Ventil auch eines das mir wichtig ist.
In letzter Zeit bin ich jedoch kaum dazu gekommen.
Ausnahme ist – weil Robert es noch angemerkt hat 😉 – wohl mein Blog hier, doch da schreibe ich aus anderen Gründen und generell auch nicht so wie ich es in Kurzgeschichten tue.
Ich habe auch schon Lesungen mit meinen Werken abgehalten, zwei an der zahl, zusammen mit meiner ehemaligen Ballettlehrerin, die diese Idee eigentlich erst hatte. Das ist zwar auch shcon wider fast 10 Jahre her, doch es war eine tolle Erfahrung.
Wer neugierig ist – meine Geschichten gibt es auf meiner Homepage 🙂

So, jetzt ist aber wirklich Schluß 😉