Die WGT Erinnerungspinnwand: Wie war Dein erstes Mal in Leipzig?

Pfingsten steht vor der Tür, und wie die meisten bin auch ich im Vorbereitungs-Streß, auch wenn diesmal nicht das WGT ansteht sondern die FedCon in Bonn. Für mich gerade ein besonderer Faktor zum nervös werden, denn während ich schon 12 mal auf dem WGT war, ist die FedCon heuer das erste Mal auf dem Programm .. doch keine Sorge, ich werde dem Schwarzkitteltum nicht untreu, ganz im Gegenteil, denn mein Kleiderschrank bleibt weiterhin schön dunkel und mein Schuhwerk spitz und meine Musik – wie vergessen in den 80ern  😉 , selbst wenn sich nun die eine oder andere Starfleet-Uniform in bunt und in Farbe dazugesellt hat – meine Gründe, dem WGT ganz freiwillig untreu zu werden sind einfach erklärt: seit 1990 bin ich Trekkie und seit Mitte der 90er wollte ich mal zur FedCon, was damals für mich noch in unendlichen Weiten und damit unerreichbar war. Ich muss ein paar Dinge jetzt, wo ichs endlich kann, wirklich mal nachholen!

 

Dann kam das WGT. Beide Veranstaltungen waren zeitlich schon etliche Jahre sehr nahe beieinander, seit wenigen welchen aber findet beides zu Pfingsten statt, damit war für mich zunächst klar – FedCon kann ich abschreiben! Wo das WGT doch DAS Familientreffen ist …

Aber seien wir ehrlich, mit so vielen Jahren schleicht sich auch eine gewisse Routine ein und in manchen Jahren hielt die Vorfreude sich in Grenzen – bis man dann endlich wirklich da war und gemerkt hat daß es wieder losgeht. Das finde ich auch schade, denn ich vermisse auch dieses große, ausnahmsweise angenehme Nervös-Sein vor dem WGT, und so stellte sich die Frage – entweder gehe ich diesmal das WGT grundlegend anders an, oder ich gehe generell irgendwas grundlegend anders an. Ich hab also versucht die Dinge nicht – wie sonst – in kleine Teile kaputtzusinnieren, sondern relativ spontan Nägel mit Köpfen gemacht und FedCon Ticket, Zugfahrten sowie Unterkunft in einer Nacht, auf einen Schlag und ohne drüber nochmal schlafen, gebucht. Und ich bin froh da meinem Hirn keine große Einmischung erlaubt zu haben, denn ich freue mich ungemein auf vier Tage mal „ganz anders“ – nur eben diesmal nochmal ganz anders – mit der nerdigen Seite der Familie.

 

Die WGT-Pause soll also auch dazu dienen daß diese Veranstaltung, die mir in all den Jahren sehr ans Herz gewachsen ist, nicht weiter zum Routine-Programm wird, sondern beim nächsten Mal wieder diese bekloppte Vorfreude auslöst wie damals meine ersten WGTs. Die FedCon schafft genau das, als Alternativprogramm, grade ganz gut, sodaß ich das Gefühl grade etwas geniessen kann, daß eine bevorstehende Veranstaltung aufregend und neu und besonders ist.

 

Und damit kommen wir zum eigentlichen Thema, denn gerade las ich daß  spontis.de aufgerufen hat, Erinnerungen an das erste WGT aufzuschreiben – dem ich an der Stelle sehr gerne nachkomme, denn trotz allem weiß ich daß ich das WGT dennoch vermissen werde und damit natürlich alle meine Freunde und Bekannte dort .. grüßt mir mein Leipzig ganz herzlich und habt wunderbare Tage, während ich in Bonn einfach mal ein paar Jugend-Träume nachhole.

 

Mein erstes WGT muss 2006 gewesen sein, auch hier wünschte ich mir schon einige Jahre vorher, endlich mal dorthin zu kommen. In dem Jahr dann sah es endlich so aus als würde es hinhauen, Studienkollegen von mir waren im Jahr davor schon, und hielten mir einen Platz in Zelt und Auto frei, also setzte ich mich auf den Hosenboden um für den Anlass ein relativ aufwendiges schwarzes Tournürenkleid zu nähen. Die sah man damals noch nicht so häufig und generell würde ich sagen – das „Wettrüsten“ mit Klamotten und möglichst dickem Kopfgerödel a la Pfingstochse war da noch lange nicht so ausgeprägt, auch wenn es natürlich schon Rudelknippser und dergleichen gab, doch soweit ich es noch weiß, noch in erträglichem Maße.

 

Eine meiner vorbereitenden Anschaffungen war eine Karte von Leipzig, so ganz altmodisch auf Papier und so, die begleitet mich seitdem jedes Jahr, auch jetzt, in Zeiten in denen man sich eigentlich eh schon auskennen sollte und zur Not auch ein schlaues Ding, das ganz zufällig auch telefonieren kann, irgendwo in den Hosentaschen auffindbar wäre.

Kurz vor knapp aber wollte der Wetterbericht seinerzeit nur noch miese Vorhersagen von sich geben, und so kam ich ins Wanken – mit Zelten hatte ichs damals nicht wirklich und fürs WGT würde ich auch jetzt keinesfalls damit anfangen wollen, daher war die Aussicht, vier Tage dauerunterkühlt im Freien zu verbringen, gelinde gesagt beschissen und ich war offengestanden kurz davor die Karte einfach verfallen zu lassen, denn so wäre das kein wirklicher Spaß geworden.

Dann hörte ich daß Bekannte einer Freundin noch ein Bett in ihrem Apartment freihatten, ausserdem würde besagte Freundin auch fahren, jedoch einen Tag später wegen ihren Uni-Verpflichtungen – die Gelegenheit nutzte ich dann, denn ein Tag später und festes Dach überm Kopf war um Längen besser als vier Tage durchnässt und durchgefroren oder garkein WGT – wo ich doch endlich mal hinwollte und schon die Karte in der Hand hatte.

 

Ich fand mich dann also etwas – zugegeben – unvorbereitet und heftig unsicher endlich doch auf dem WGT wieder, natürlich hatte ich mir einige Programmpunkte herausgesucht und bin auch mit meinen Freunden, die auf dem Zeltplatz geblieben sind, zu einigen gegangen, aber im Großen und Ganzen fühlte ich mich etwas überfahren 😀 – Leipzig kannte ich nicht, Straßenbahnen waren seltsam, die ganze schwarze Flut war einerseits großartig und hatte ein gewisses „daheim“-Gefühl, dennoch kamen da zig neue Eindrücke und Situationen, für einen Menschen der grade mit Panikstörungen zu tun hatte, war das eine Herausforderung, und ich klemmte mich mal an meine temporären Mitbewohner an, die ich dort ja auch erst kennengelernt hatte, oder an deren Freunde, die die Wohnung nebenan gemietet hatten, mal war ich mutig genug mich Leuten die ich auch anderen Treffen in der Stadt kennenlernte, anzuschließen.

Sonntags tappste ich – nervös – in meiner schwarzen Tournüre zum Natron-und-Soda-Treffen im Schillerpark, verlor dort die Gruppe mit der ich kam und wurde dafür von einer anderen „eingesaugt“ , fand Stunden später meine alte Gruppe wieder, fror – trotz der tausend Stoffschichten – wie blöde und flüchtete am gleichen Abend in Panik aus der Agra-Konzerthalle, als diese sich für VNV Nation unerträglich voller Menschen füllte. Ich glaub, ich sah noch nie so viele Leute in einer Halle zusammengedrückt … für mich war das wirklich extrem beängstigend zu dem Zeitpunkt.

Ich entdeckte den zweifelhaft-kargen „Charme“ der Agra-Verkaufshallen mit dem Dauergedudel das von allen Seiten über einen hereinbrach, fummelte ein paar Klamotten dort an und war entzückt daß die dortigen CD-Verkäufer auch die etwas ungewöhnlicheren Sachen im Angebot hatten – daraus wurde eine WGT-Tradition, denn primär habe ich die Folgejahre auch nur Musik, die ich sonst schwer auffinden konnte, in den Betonhallen eingetütet.

Im Anker entdeckte ich dann eine für mich neue Musikrichtung – den echten Industrial – auf der Hinfahrt fiel mir ein Musikstück auf der WGT-CD meiner Freundin besonders auf, weil es gar so brachial war 😀 – von Propergol – die dann auch da waren, daher schloß ich mich spontan den Herrschaften an, die sich das ansehen wollten, seitdem lasse ich mir die schwarzen Rüschen auch gerne mal von industriellem Krach davonpusten … und damit gab es auch die erste, wichtige WGT-Erkenntnis: meide den Mainstream und die großen Konzerthallen dort, die Perlen findest du abseits, da wo die Masse nicht hingeht. Das habe ich mir für die folgenden WGTs gemerkt und bin seitdem – so ich später dann vor lauter „Leute treffen“ Konzerte überhaupt geschafft habe – immer gut damit gefahren.

 

Ich stapfte durch ein leicht matschiges heidnisches Dorf, schlürfte eine Tasse Met und nahm dann am letzten Tag nochmal allen verbliebenen Mut zusammen um diesmal allein zum Kohlrabizirkus zu fahren … und an der Haltestelle dann lauter andere Grufties auf dem Rückweg, denn, so sagte man, in den Kohlrabizirkus lassen sie jetzt keinen mehr rein, der ist proppenvoll … Also Kehrtwende auf dem Absatz und wieder eine dreiviertel Stunde zurück zur Wohnung.

 

So endete mein erstes WGT, am Tag darauf ging es vormittags zurück in heimische, bayreuther Gefilde. Ich brauchte danach eine Weile, mich zu sortieren und alle Eindrücke irgendwie verwertet zu bekommen, auf jeden Fall aber war klar – ich komme wieder, nur dann etwas vorbereiteter … letztenendes weiß man beim ersten Mal wohl nie, was einen erwärt, besonders nicht bei einer Veranstaltung die über eine gesamte Stadt verteilt ist, und nicht nur auf ein Festival-Gelände beschränkt. Und besonders dann nicht wenn man spontane Planänderungen machen muss. Im Gegensatz zu den paar Wald- und Wiesenfestivals die ich die Jahre davor immer mal mitgenommen habe, waren das völlig andere Dimensionen – und das führte auch dazu daß ich das WGT-Konzept im Grunde immer ansprechender fand als normale Festivals.

 

Inzwischen können 12 Jahre WGT Bände an Geschichten und Erinnerungen füllen, und es werden ganz sicher noch weitere hinzukommen, nur in diesem Jahr werdet ihr von mir mal keinen WGT-Bericht bekommen, sondern einen aus Bonn 😉 – ich hoffe der wird euch dann aber trotzdem gefallen!

Advertisements

Mein Bekenntnis zum Nerdtum

Wenn man mitten in der Nacht aus dem Fernsehschlaf aufwacht, der einen erfolgreich davon abhielt den Film zuende zu sehen, dann mag das zwar ein Anzeichen dafür sein daß man langsam etwas alt wird – aber wenn dann der Rechner noch an ist und man versehentlich auch bei Facebook noch eingeloggt ist, dann hat das zumindest einen Vorteil: man stolpert über die Statusmeldung eines Bekannten, welche einen auf eine nicht ganz uninteressante Blogparade aufmerksam macht.

Zugegeben, bis dahin kannte ich den Blog der Geek-Sisters noch nicht, doch dem Aufruf zu dieser Parade möchte ich gerne folgen – und wenns allein zu dem Zwecke ist, noch ein paar Leuten welche mich vielleicht nur mit meinen historisch(en) (inspirierten) Riesenfummeln kennen, die Gesichtszüge entgleisen zu lassen 😉

Also pusten wir mal den Staub vom Blog ab und verfassen das Bekenntnis zum Nerdtum :

Drei Fragen sollen hierzu beantwortet werden:

1. Was macht Dich zum Geek?

Oh goth, wo fang ich da an … einmal sicher mein Science Fiction-Fimmel. Das sieht man auch recht deutlich am Bücher- und DVD-Regal. Klassiker nehmen da auch relativ viel Raum ein – da thront beispielsweise auch die limitierte Alphabox von Raumpatroullie Orion die neben den Folgen der Kult-Serie und dem später zusammengeschnittenen Film auch Soundtrack, GSD-Shirt und Aufnäher, Postkarten und einiges mehr beinhaltet 😉

„Klassiker“ ist ein gutes Stichwort – Star Trek war einst mit die Einstiegsdroge, und auch wenn der Erstkontakt via Next Gen erfolgte, so hat es ein Jahr später erst mit Classic richtig eingeschlagen. Da war ich 12-13 und nervte umgehend meine Mutter, mir eine Uniform zu nähen. Auch wenn ich alle Ableger recht gerne sehe, Classic wird immer mein Favorit bleiben, zwar bin ich heute nicht mehr ganz so der Hardcore-Trekkie (ernsthaft, ich war früher *wirklich* schlimm ^^)- in meinem Kleiderschrank hängt noch immer eine romulanische Uniform und ein rotes Uniform-Kleidchen das ich nach Originaler Schnittführung (auffindbar in dem Buch – ist sogar die Ausgabe die ich selbst habe) vor über 10 Jahren genäht hatte.

Mich begeistert aber insbesondere auch eher düstere SciFi ausserordentlich, da hat es mir das Cyberpunk-Genre sehr angetan – nicht umsonst ist mein Lieblingsfilm „Matrix“ (man möge aber die Sequels bittschön unerwähnt lassen 😉 ) – und „Neuromancer“ einer meiner liebsten Romane.

Respektive gerne auch Zeugs das undurchsichtig quer durch verschiedene Realitätsebenen geht oder schön vertrackt „wibbly-wobbly, timey-wimey“ ist 😉 – je schräger und hirnwindungsverdrehender, umso besser.

Einen gewissen Computerfimmel kann man mir auch unterstellen – ich bin durchaus imstande so ein Teil komplett zusammenzuschrauben und ich habe während des Studiums sowie kurz danach jeweils für etwa ein Jahr als Programmierer gearbeitet. Einmal als Nebenjob, einmal voll. Und ich habe eine Homepage die von Grund auf selbstgemacht ist. Nicht nur die Graphiken sind allesamt selbst gebastelt (bis hin zum „Ausgangsmaterial“ dafür), ich habe auch alles von Hand gecoded. Zugegeben, inzwischen bräuchte sie eine gründliche Überarbeitung – man müsste die Zeit dazu eben haben …
Und: ich trage eine Platine aus einer Druckerpatrone meines allerersten Rechners um den Hals, in meinem Schmuckkasten sind auch noch ein paar andere Teile zu finden die ich einmal aus elektronischen Bauteilen selbst gebastelt hatte – lange bevor sowas kommerziell angeboten wurde oder „Nerd“ in irgend einer Weise „in Mode“ gekommen ist.

Ich liebe Logikrätsel und bringe mir gerne Sachen selbst bei.

Und natürlich mein Interesse an wissenschaftlichem Kram – immerhin kann ich auch einige Semester Physik-Studium vorweisen, sowie einige mehr in Ingenieurwissenschaften.

Zählt das Interesse für historische Kleidung auch? Wenn ja – das begleitet mich jetzt seid 2005, neben Anlehnungen an die alten Kleiderformen finde ich es durchaus auch spannend, historische Nähtechniken zu erforschen und auszuprobieren (d.h. stundenlang mit Handnähnadel und Seidenfaden dasitzen um ein Kleid komplett ohne Maschinengebrauch auf die damals übliche Art herzustellen) sowie Living History und Reenactment (auch wenn ich da momentan nur am Rande auch aktiv bin).

2. Wie bist Du zum Geek geworden?

Ich denke, ich bin einfach so auf die Welt gekommen. Auch wenn am SciFi Fimmel meine Mutter nicht ganz unschuldig ist – sie hat selbst immer gern Star Trek, Orion und andere SciFi Serien gesehen, Star Wars war ihrer Aussage nach damals das Beeindruckenste was sie im Kino erlebt hatte – der Rest ist irgendwie durch Veranlagung und Neugier entstanden.
Seid ich 12-13 war (so zu Beginn der 90er) war ich als Jugendliche Stammgast in der Bücherei. Ich hab mir meine Freizeit viel lieber mit Lesen um die Ohren geschlagen anstatt mit den Dingen die ein pubertierendes Mädel sonst im Normalfall so tut. Daß ich irgendwie anders war, war mir damals sehr bewusst, ich war damals aber schon immer stolz drauf, irgendwie seltsam zu sein.

Neben SciFi Romanen trug ich auch allerhand Wissenschaftliches nach Hause – Physik, Astronomie (war damals ein großes Hobby von mir – ich sollte mich mal wieder damit befassen … ), Technik … als ich mit 14 ein Buch über Elektronik der Dame an der Theke zum abstempeln überreichte, sah sie mich ungläubig an und meinte daß sowas doch nur was für Jungs sei oO

Als Kind bereits habe ich die legendäre Knoff Hoff Show geradezu verschlungen und viele Winternächte habe ich mir den Hintern auf dem Dachboden abgefroren beim Beobachten des Sternenhimmels (und schlappte 1999 mit meinem Refraktor-Teleskop über die Schulter geworfen durch die bayreuther Innenstadt als wäre es das selbstverständlichste auf der Welt – ich war unterwegs zu Freunden, mit denen ich tags drauf ein Stück gen Süden fahren wollte um die Sonnenfinsternis damals zu beobachten).

Mich haben aber auch einige Serienhelden sehr inspiriert, maßgeblich waren das Spock und MacGyver. Beides großartige Wissenschaftler – wenn auch auf unterschiedliche Weise, aber sie hatten genug Eindruck auf mich gemacht, daß mein Interesse daran wie die Welt funktioniert in jedem Gang zur Bücherei präsent war, und sie haben mich dazu gebracht, in der 7. Klasse den Entschluß zu fassen, Astrophysik zu studieren.

Nun, dazu kam es nicht ganz. Nach dem Abitur habe ich mich erstmal für Physik eingeschrieben und bin nach 4 Semestern zu den Ingenieuren abgehauen. Auch wenn ich heute etwas völlig anderes mache – das Interesse ist natürlich noch da und die „Bild der Wissenschaft“ flattert regelmässig in den Briefkasten.

3. Wie wirkt sich Dein Geektum auf Dein Leben aus?

Einmal ganz klassisch – die Bitte, den Computer anderer Leute zu reparieren. Einmal hatte ich via Facebook einem Bekannten um 3 Uhr nachts assistiert, seinen Rechner zusammenzuschrauben und wenn ich meine Eltern besuche kann ich drauf warten daß ich entweder den neuen DVD Player anstöpseln darf oder nachsehen muss, was mit Papas Uralt-Handy mal wieder nicht stimmt.

Mein Humor ist wohl auch nicht ganz alltäglich – ich kann mich bei Physik(er)witzen scheckich lachen, dafür grüble ich bei manchen allgemein üblicheren Witzen nach, was daran so komisch sein soll – ich denke daß mich gerade deswegen manche Leute auch für ziemlich humorlos halten 😉 – aber eigentlich muss man meine Tasse Tee nur als Brown’schen Molekularbewegungs-Generator bezeichnen …

Es kam schon vor daß ich, während im Fernsehen „Big Bang Theory“ lief und irgendwas über Star Trek Classic gesagt wurde, ich mich beim Vorbeigehen umdrehte um dem Fernseher zu sagen, daß die Jungs falsch liegen da ich betreffende Szene auswendig kenne.
Überhaupt – was genau diese Serie so sympathisch macht ist, daß viele Klischees war völlig überzeichnet sind, aber nicht ganz aus der Luft gegriffen, schlimmer noch, aus dem realen Leben an der Uni durchaus bekannt sind und stellenweise auf mich selbst genauso gut passen *hust*

Meinen Tee schlürfe ich aus einer Alienkopf-Tasse und in meinem Schrank sind einige Shirts mit eindeutig-nerdbekennenden Aufdrucken zu finden. Generell ist meine Alltagsgarderobe auch mal mehr, mal weniger deutlich nicht nur von historischen Einflüßen, sondern auch von SciFi inspiriert und mein Lieblings Star Trek-T-Shirt habe ich seid ich 13 bin 😉 – nicht zu vergessen der bereits erwähnte Schmuck aus Platinen und anderen elektronischen Bauteilen.

Ich kann den ganzen Tag und die halbe Nacht am Rechner verbringen und im Internet rumhängen – meistens passiert das wenn ich irgend etwas, das mich grade besonders fasziniert, recherchieren möchte (was in gewisserweise die früher regelmässigen Büchereigänge ersetzt hat) und „idealerweise“ gerade eh in einer sozialinkompatiblen Stimmung bin.

Ich ziehe jeden SciFi Streifen ohne mit der Wimper zu zucken absolut jeder Schnulze vor und bei Historienstreifen hab ich einenm höllischen Spaß dabei, jegliche historische Inkorrektheit der Klamotten ausfindig zu machen und mich darüber aufzuregen.
Und ich grüble gerade ob ich mein altes Fahrrad TARDIS-blau oder im Dalek-Design umlackieren soll.

Was mich dazu bringt daß ich zum Frühstück gerne eine Folge Classic Doctor Who schaue und ich mich neulich sehr geärgert habe, daß ich Patrick Throughton in einer Folge von „Die Zwei“ nicht erkannt habe oO

Und auch wenn Zockertum zu meinen nerdigen Eigenschaften eher nicht zählt, so sind gelegentliche Abende des Diablo-Spielens unter Pizza-Konsum im Netzwerk mit meinem Freund trotzdem ein ins Bild passendes Symptom 😉

Lange Rede, kurzer Sinn – das wäre dann mein persönliches Nerd-Bekenntnis.

Den Aufruf zu dieser Blogparade gibt es im Übrigen hier zu sehen, und gewinnen kann man auch was, nämlich einen Einkaufsgutschein beim Onlineshop für echte Nerds – getDigital.