Gothic Friday 2016 – Warum bist Du immer noch in der Szene?

Es war einmal ein Blog-Projekt welches da hies „Gothic Friday“, und zu dem die Schwarzgewandeten aller Länder zusammengekommen waren, um ihren Teil des Ganzen beizutragen … und wenn sie nicht gestorben sind, dann finden sie sich auch nun wieder zusammen …

Oder so ähnlich.

Der „Gothic Friday“ ist natürlich kein Märchen, es gab ihn anno 2011 schonmal, und gestorben ist, wider der Annahmen manch „bunter“ Menschen, die sich für besonders witzig halten, wenn sie uns, ob der finsteren Kleidungs-Farbwahl auf ein derartiges Ereignis anzusprechen meinen müssen, dann eigentlich auch nicht.

Fünf Jahre sind eine lange Zeit, trotzdem scheint es manchmal, als wäre es neulich erst gewesen. Es schien vielen so ergangen zu sein, denn die Stimmen wurden lauter, die ganze Aktion einfach doch nochmal neu aufzulegen.

Damals riefen dieses ziemlich interessante Projekt Robert von Spontis und Shan Dark vom schwarzen Planeten ins Leben. Einmal pro Monat wurde an einem Freitag ein Thema gestellt, zu dem sich Gruft-Blogger und Sympathisanten in Textform äussern konnten. Dabei wurde eine Vielzahl von Anektoden, Erlebnissen, Meinungen und Ansichten zusammengetragen, die auch heute noch spannend zu lesen sind.

Die zweite Runde wurde am 5. Februar – natürlich ein Freitag – neu eingeleitet, es wird hierbei keine Wiederholung sein, sondern mehr eine Fortführung, da neue Themen ausgewählt wurden, einsteigen kann aber dennoch jeder der Spaß daran hat, man muss also nicht schon bei der ersten Runde dabei gewesen sein.

Selbstredend wird der Nähkästchen-Blog auch diesmal mit von der Partie sein, jedoch nicht nur als Teilnehmer – dem Fahndungsausfruf nach Mit-Tätern bin ich auch gefolgt  – verraten wird natürlich noch nichts, außer höchstens daß wir viele sehr interessante Themen zusammengetragen haben.

Das Einstiegsthema ist für alle neu dazugekommenen – als einzige Ausnahme – dann doch eine Wiederholung, nämlich die Frage danach, wie man eigentlich in die Szene gekommen ist. Damit die Teilnehmer der ersten Runde sich dabei aber nicht langweilen müssen, gibt es die Alternativ-Aufgabe – „Warum bist Du noch immer in der Szene?“ – und genau dieser Frage möchte ich mich im Folgenden nun widmen.

Auch Schwarzvolk altert, längst ist die Subkultur über den Status der reinen Jugendkultur hinausgewachsen und nicht alle die schon seit den Anfängen in den frühen 80ern dabei waren, haben sich mit fortschreitendem Alter von der vermeintlichen „Jugendsünde“ abgewandt. Es folgten neue Generationen die von den vorherigen mit gerümpfter Nase beäugt wurden, und die letztenendes selbst irgendwann über das Teenie-Alter hinaus kamen – und ebenfalls überzeugt schwarz blieben.

Man sieht die altersmässige Durchmischung ganz gut an jedem schwarzen Club-Abend und an jedem Festival.

WGT 2014 man trifft sich sogar schon selbst ;)

WGT 2014 man trifft sich sogar schon selbst 😉

Ich selbst zähle mich zur zweiten Generation – die der frühen 90er. Auch wenn mein aktiver Szene-Einstieg erst um 2000 herum seinen Lauf nahm, so waren meine ersten Begegnungen mit dem „schwarz“ in den Anfängen der 90er. In Nürnberg und Bayreuth, da liefen „sie“ in den Innenstädten herum, und irgendwann überwand die Faszination das mulmige Gefühl, und ich fand mich im nürnberger „Underground“ wieder. Gekauft habe ich da nie etwas, aber es führte dazu daß ich Frau Mutter, ihrezeichens selbst vom Fach des textilverarbeitenden Handwerkes, mit Pannesamt und Tüllspitze vor der damals noch etwas irritierten Nase herumwedelte (ich habe zu der Zeit noch nicht selbst genäht – nur wenn die Bude sturmfrei war und niemand sehen konnte daß ich mich an der Nähmaschine zu schaffen mache). Auch wenn die komplette Einschwärzung noch ein wenig auf sich warten lies, der „schwarze Faden“ zeigte sich schon seit meiner Kindheit immer wieder mal, daher war das Endergebnis nicht so verwunderlich, lediglich das Aufwachsen in einer beknackten Kleinstadt, in Zeiten vor dem Internet und nicht vorhandenen Transportmöglichkeiten, zögerten einige Dinge dann unweigerlich etwas hinaus.

Doch das ist jetzt auch schon ein Weilchen her.

In den letzten zwei bis drei Jahren habe ich mich etwas rar gemacht, was aber an vielen verschiedenen Dingen lag, der hinderlichste ist wohl der, daß ich – nicht wirklich freiwillig, wie ich dazu sagen muss – nun wieder in der Kleinstadt festsitze, die ich nach meinem Abitur nur zu gern verlassen hatte. Von hier aus irgendwohin schwarz weggehen ist ein halber Staatsakt – die Story vom letzten Göttertanzbesuch von hier aus wäre beispielsweise ein Roman für sich … trotzdem, manchmal hat man auch allgemein weniger das Bedürfnis nach Weggehen, oder es halten einen stressige Saisonjobs am Theater vom Besuch des Lieblingsfestivals ab – deswegen kehrt man dem schwarz ja nun nicht den Rücken, denn in den eigene vier Wänden läuft immernoch die gleiche Musik und der Kleiderschrankinhalt hat nichts vom heimeligen schwarz eingebüßt, auch wenn die Pikes einen leichten Staubfilm angesetzt haben – denn in der hauseigenen Keller-Werkstatt macht man sich logischerweise eher selten die Mühe, zu Kajal und Toupierkamm zu greifen.

Halbwegs aktuell - April 2015

Halbwegs aktuell – April 2015

Was mich immer in der Szene gehalten hat, war – natürlich neben der Musik, die Leute. Selbst wenn es immer wieder bunte Ausnahmen gab und sicher weiterhin geben wird, welche die sprichwörtliche Regel bestätigen, so ist die Wahrscheinlichkeit, in der Szene auf Leute zu treffen, bei denen die Wellenlänge im Weitesten die Gleiche ist, einfach doch um einiges höher. Bei meinem ersten, richtigen Schwarzclub-Besuch gab es dieses überwältigende Gefühl des „Daheim-angekommen-seins“, und dieses Zuhause wurde im Laufe der Jahre dann auch mit immer mehr Leuten angefüllt, die man sehr wohl als die eigene schwarze Familie bezeichnen kann und mit denen man nicht selten sehr tiefe und tolle Freundschaften entwickelt hat.

Man sollte natürlich nicht drüber hinwegsehen daß es auch in der Szene Idioten und Arschlöcher gibt und daß sicher nicht alle neueren Entwicklungen zum Guten hin sind, doch als generelle Wohlfühlumgebung sind mir schwarze Veranstaltungen einfach um Längen lieber, schonmal deswegen weil die ganze Grundstimmung eine völlig andere ist. Aus der dennoch auch vorhandenen Erfahrung mit handelsüblichen Diskos heraus resümiert, kann ich aber sagen daß mich allein schonmal die Musik dort tierisch nervt, und dann die kreischend-laute Habgefälligstspaß-Partystimmung – nein Danke. Dazu kommt noch allgegenwärtiges, penetrantes Balzverhalten unter Einfluß übermässigen Alkohol-Konsums, was auch gern mal in aggressiven Auswüchsen endet. Und ja, solche Episoden habe ich schon vor beinahe 15 Jahren tatsächlich live miterlebt – von schwarzen Parties kenne ich sowas in der Regel garnicht, auch Balzverhalten ist meistens subtiler und respektvoller und keinesfalls der scheinbar einzige Grund, sich in ein nächtliches Getümmel mit irgendwie tanzbar gearteter Musik zu stürzen. Es ist also nur eine logische Konsequenz, etwas zu meiden das einem nicht nur keinen Spaß macht, sondern stellenweise auch regelrecht auf den Zeiger geht. Wenns um das Thema „Party“ geht, habe ich bei normalen Leuten nicht selten schnell den Ruf weg, zu reserviert und spaßbremsig-distanziert zu sein – naja, dann ist das halt so – es macht aber doch schließlich keinen Sinn, sich durch was durchzuquälen was man im Grunde nicht ausstehen kann.

People_1714Mir sagt auch durchaus die sehr androgyne Grund-Ästhetik der Szene im Allgemeinen, ziemlich zu. Früher noch war mir das nicht so bewusst daß ich es auch formulieren hätte können, heute ist man dem eigenen Wesenskern wieder ein stückweit näher gekommen, und versteht, nach einiger Selbstreflexion auch eher, wieso die Szene ein stückweit auch zu einem sicheren Ort geworden ist. Hier ist das Überschreiten von binären Geschlechtergrenzen nicht nur eine Mode-Erscheinung, sondern für viele auch ein wichtiges Ausdrucksmittel ihrer selbst. Und da lässt man einander auch sein, wie und wer man ist. Tatsächlich ist der Großteil meiner Freunde und Bekannten irgendwo in der queeren Buchstabensuppe verortet, alle auf ihre eigene Art – und allein schon der Austausch persönlicher Geschichten und Ansichten ist ziemlich spannend, im Alltag gestaltet sich sowas weit schwieriger, bin ich ja selbst nicht grade ein Mensch der sich mit seinen biologisch vorgegebenen Voraussetzungen so richtig identifzieren kann, ich würde auch soweit gehen daß die Szenezugehörigkeit erstmal den nötigen Freiraum für Selbsterkenntnis überhaupt gegeben hat, und an einem gewissen Punkt auch den Mut, mehr und mehr davon an die eigene Oberfläche durchsickern zu lassen – was eine immens befreiende Angelegenheit ist, wenn man eine weitere unnötige Fassade (auch wenn die einem lange genug selbst nicht wirklich so bewusst war) endlich beiseite schieben kann. Diesen speziellen Freiraum sucht man im normalen Umfeld auch oft vergebens, oder man beißt auf verschiedenst geartetes Gestein …

 

Wie schon angedeutet – Kritik kann man auch an der Szene genügend loswerden, und nicht alles was „schwarz“ ist, ist deswegen auch jedergrufts Freund, in diesem Umfeld. Letztenendes treiben sich überall nur Menschen herum, ob man sich weiterhin da zuhause fühlt, oder weiterziehen möchte, ist die Entscheidung eines jeden selbst, angebrachte – oder auch manchmal weniger passende – Kritik hin oder her, das Feld zu räumen würde mir nie in den Sinn kommen, auch nicht dann wenn ich mich mal rar mache – schwarz bleibt nämlich schwarz!

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Gothic Friday Oktober – Interview mit einem Goth

Den Teilnehmern des Spontis-Family-Treffens zum heurigen WGT dürfte meine Interviewpartnerin zumindest vom Sehen her bekannt sein.
Es handelt sich um einen lieben Menschen den ich getrost als Freundin bezeichnen mag, auch wenn wir einige Jahre recht weit voneinander entfernt wohnten und uns nur selten im Jahr real gesehen haben.
Zum WGT 2008 haben wir uns dann von Angesicht zu Angesicht kennengelernt und uns eine Unterkunft geteilt, waren zusammen unterwegs und haben festgestellt daß wir auch im echten Leben doch ganz ähnlich ticken.

Ich darf meinen werten Lesern also Annette aka Gomizugami-sama vorstellen:

Annette

Annette mag neben historisch inspirierten Kleidern und allerlei schwarzromantischen Dingen auch Autos – ihres ganz besonders 🙂

Meine Interviewfragen hat sie ausführlich beantwortet – und hier kommen sie samt Antworten:

1.Warum trägst Du schwarz?

Ich gehe immer in einem Gepflegtem Schwarz aus dem Haus Als ich angefangen habe, die Schwarze Szene kennen zu lernen, war es eigentlich eher ein Protest, gehen die Außenwelt. Gegen dass „Normale“ mit dem ich mich nie wirklich Identifizieren konnte. Nach eine weile wurde es dann eher zum Accessoire und es kamen noch andere Farben dazu. Hauptsächlich blau und lila. Aber als ich dann meinen jetzigen besten Freund kennengelernt habe, habe ich die richtigen tiefen Abgründe einer Seele kennengelernt und seit dem ist das Schwarz zu einem Teil meines Lebens geworden. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, ohne die Kleidung aus dem Haus zu gehen. Und Farbige Kleidung habe ich so gut wie gar nicht mehr. Es ist so als wäre die Kleidung mit mir verschmolzen und ich wundere mich sehr, wenn mich die Leute auf der Straße anstarren, weil ich immer wieder denke, ich sehe so normal aus wie die!

2. Hast Du viele Freunde, die auch »schwarz« sind oder bewegst Du Dich eher in einem »bun­ten« Umfeld?

Definitiv JA!
Sehr viel, allein schon durch das nähen und durch die Musik. Ich sehe zB auch kein Fern und höre keine Musik aus dem Radio. Wenn ich mal neue Menschen kennenlerne, über die Arbeit, Forums-Treffen und der gleichen, merke ich ganz schnell das ich mich sehr gut verstehe mit den Menschen die irgendwie in die Schwarze Szene verwickelt sind. Weil einfach die Lebenseinstellung meiner viel näher ist. Ich habe gerade erst wieder diese Erfahrung auf der neuen Arbeit gemacht, das ich mit den Personen schnell gut zurecht kam, die nicht so perfekt ins normale Gesellschaftsbild passen. Und sie haben was mit der schwarzen Szene zu tun. Wenn ich recht überlege, habe ich so gut wie gar keine Freunde aus der Normalen Welt

3. Besucht du außer­halb von Fes­ti­vals oder Kon­zer­ten auch andere kul­tu­relle Ver­an­stal­tun­gen mit schwar­zem Cha­rak­ter (Lesun­gen, Aus­stel­lun­gen, Museen), oder steht für Dich nur die Musik im Vordergrund?

Die Frage ist ein bisschen schwieriger, für mich zu beantworten. Ich besuche natürlich sehr gern Veranstaltungen, Orte, und der Gleichen bei denen es irgend ein Kulturellen Hintergrund gibt. Das ist auch ein Grund warum wir uns Leipzig als neue Heimat gewählt haben. Weil einfach so viel alte „Dinge“ in Leipzig und Umgebung sind. Und wenn man sich nur die Verlassenen Häuser ansieht. Wenn sich mein Geldbeutel vom Umzug wieder ein bisschen erholt hat, werden wir uns auch die Museen und der Gleichen ansehen. Und uns auch mal ein bisschen mit der näheren Umgebung befassen, wie Dresden, Prag und was sich noch so findet. Wenn es Themen gibt, die in Richtung der Verdrehten Weltanschauung, oder wir betrachten die Dinge einfach mal von innen nach Außen. Dann nehme ich das sehr gern in Anspruch, denn ich finde das ist ein großer Teil des Denkens in der schwarzen Szene und kommt mir sehr entgegen. Denn ich finde es schön mich mit solchen Sachen zu befassen und da durch dazu zu lernen. Mit Lesungen tue ich mich leider ein bisschen schwer, aber wenn es um die Richtung Themen geht, bin ich gern dabei! Wie zum Beispiel; Psychologie, Surrealismus, Mystik, Spirituell, Geisteswissenschaften, Themen in denen es eben auch um den Tod geht.

4. Siehst Du Dich selbst als Goth(ic)?

Also Gothic nicht unbedingt. Ich sehe mich eher als Grufti. Für mich sind das zwei sehr unterschiedliche Dinge. Gothic, sehe ich eher als eine Art Modeerscheinung. Ich habe die Leute die ganz frisch in die Szene kamen immer so bezeichnet. Mich übrigens auch Ich finde es ist auch ein unterschied in der Musik. Gruftis hören oft sehr alte schwarze Musik und auch Interpreten, die sogar nur sehr wenige in der schwarzen Szene kennen. Man könnte was denken, man muss sich erst „up leveln“ zum Grufti, und wenn am da angekommen ist, kommt man nie wieder weg:)

5. Warum magst Du historisch inspirierte Gewänder? Inwiefern passen diese für Dich in Dein Verständnis von „Schwarz-Sein?“

Naja, ich wollte schon immer eine Prinzessin sein, wäre gelogen… Ich weiß gar nicht genau wie das kam. Kleidung ist großartig! War sie schon immer!!! Nur ich konnte meine langen Röcke und die vielen Rüschen und weiten Ärmel, nirgends hin anziehen! Bis ich die schwarze Szene entdeckt habe. Ich war mit meiner Schulkameradin (ein Grufti, ich noch kein Grufti) in der Stadt und wir entdecken einen Laden mit Grufti-Klamotten! „Wunderschön! aber wo soll ich das anziehen?“ sagte ich und sie sagte:“ Na, in unseren Discos!“ Das war eigentlich so einer dieser Augenblicke der mich der schwarzen Szene sehr viel näher gebracht hat. Zu historischen Kleider kam ich über das WGT. Da habe ich die Kleider das erst mal so richtig gesehen und wollte auch eins. Dann fing ich an mich mehr und mehr damit zu beschäftigen! Für mich ist die Mischung aus den Historischen Kleidern und der Schwarzen Szene, mit seiner düster Romantik perfekt! Man kann so würdevoll, elegant und prachtvoll herumlaufe wie man will und kann es vor allem mit anderen Teilen! Naja, und es ist eben ein großes Stück Kultur, was, wie ich finde, in der normal Gesellschaft immer mehr in Vergessenheit gerät. Und hier finde ich die richtigen Menschen, die das auch so sehen, es lieben und schätzen und vor allem die arbeit dahinter verstehen und es deshalb richtig würdigen können!

6. Welche Sparten dunkler Musik bevorzugst Du, welche Künstler insbesondere und warum genau diese?

hmm, besonders mag ich natürlich alles was irgendwie neo-romantisch ist. Musik kann am besten die tiefsten Gefühle ausdrücken!“ Das finde ich auch! Sehr sogar. Die Musik in der schwarzen Szene ist so tief, das es mir regelmäßig noch eine Gänsehaut abjagt! Alles was sich irgentwie auf Klassig aufbaut.
Da ich sehr schlecht bin im Musik-Sparten bezeichnen, zähle ich einfach die wichtigsten Künstler auf
Ataraxia / Dead Can Dance / Dernière Volonté / Die verbannten Kinder Eva’s / Goethes Erben / Malice Mizer / Rosa Crux / Sieben / Sopor Aeternus & The Ensemble of Shadows /The Moon Lay Hidden Beneath a Cloud /Wim Mertens / Michael Nyman / Gaë Bolg / Ich habe bestimmt einige vergessen, aber es sind auch einfach so viele…
Ohne Musik, kann man einfach nicht mehr leben !!!

7. Gibt es typische Gothic-Klischees die auf Dich zutreffen?

Ha, bestimmt! Ich bin aber schon so in der Szene verwachsen, das ich schon vergessen habe, welche die typischen Klischees sind:) Aber ich versuche es mal.
hmm; bleich bin ich sehr, ich gehe auch nur sehr ungern in die Sonne. Habe natürlich nur schwarze Kleider und einen echtes Skelett von einem Vogel habe ich auch zu Hause… Auf Friedhöfen halte ich mich sehr gern auf. Man hat da seine Ruhe und schöner als in normalen Parks ist es auch. Was noch? hmm… Ich habe auch Grabschleifen im Haus, die Dinger sind sau teuer, wenn man die so kaufen würde und wo gibt es schon so große Bänder mit schönem Druck in schwarz! Ich höre düster schwere Musik und beschäftige mich mit dem Tod. Und mag es sehr in Nacht in der Stadt rum zu laufen… (wenn da nicht immer so viele düstere Gestalten rum laufen würden) ;D

8. Was wür­dest du Dir in oder für die schwarze Szene wün­schen, damit sie (noch mehr) dei­nen Vor­stel­lun­gen ent­spricht? Was stört Dich, was fehlt?

Ich glaube ich bin sehr zufrieden mit der Schwarzen Szene, zumindest mit dem teil an Menschen die ich kenne. Die sind alle super lieb und aufgeschlossen! Manchmal wünschte ich mir sie würden alle ein bisschen mehr auf einander zu konnen. Aber daran muss ich selber arbeiten! Was mich aber ganz besonders stört ist, das alle so weit weg wohnen Aber ich glaube das lässt sich am schwersten andern Bis hier hin, das Antworten auf die Fragen hat mir sehr viel Freude gemacht und ich hoffe es macht auch Freude meine Antworten zu lesen:) Vielen Dank!

Gothic Friday – Do Goth Yourself – die Kunst der Zweckentfremdung

Der Mai steht beim Gothic Friday ganz im Zeichen des Selbermachens.

Meine ursprüngliche Anleitung konnte ich leider nicht fertigstellen da ich den Stoff den ich für mein Teilchen nehmen wollte gerade nicht bekomme, wenn es so weit ist werde ich die eigentlich vorgesehene Anleitung aber freilich fertigstellen und ausserhalb des Gothic Fridays mit Euch teilen – richtig geraten, es geht um etwas Genähtes 😉
Aber keine Angst vor einer Nähanleitung aus meiner Feder – es ist ein Ready-Made das auch von Näh-Neulingen zu bewältigen sein sollte 😉

Deswegen gibts Rosas ausführlichen Kreativtip: diese grässlichen 1-Euro Läden und Sonderpostenshops sind nicht selten gute Fundgruben. Gelegentlich muss man vielleicht etwas genauer hinsehen, doch es findet sich immer wieder Kleinkram der super weiterverbastelbar ist, und das auch für den schmalen Geldbeutel. Seien es Kunstblumen für Frisur und Hutdeko (drauf achten daß diese nicht allzu krass nach Plastik aussehen), Schmuck dessen Einzelteile auf Klamotten aufgenäht werden können oder Lieferanten für allerlei Perlen sind die im Bastelshop ein Vielfaches kosten würden. Der Gang in die Dekoabteilung von Kaufhäusern lohnt auch, oft werden Sachen aus der vorigen Saison reduziert angeboten, Deko-Anhänger können großartige Schmuck-Einzelteil-Lieferanten sein. „Brokat“-Platzssets und Tischdecken machen sich ebenfalls als Korsettoberstoffe gut und diese 3m Deko-Organza Sparpacks ergeben mit nicht mal so arg großem Nähgeschick Reifrock-Überröcke. Oder generell Röcke.
OK, den richtig plastikartigen Organza mag ich selber nicht so, doch um Weihnachten bescherte mir Aldi zwei Packungen violetten Organzas mit aufgeflockten Barockschnörkseln, der auch vom Material her nicht nach Billig-Polytier aussieht.

Und das einzige was mich zu H&M gehen lässt ist die Schmuckabteilung, die mich auch oft genug mit reduzierten Teilen versorgt die umgebastelt, zweckentfremdet und weiterverbaut werden.

Dahingehend ist mein derzeitiges „Exil“ eine wahre Schatzgrube, da reiht sich Schrottgeschäft an Schrottgeschäft – eine wahre Freude da regelmässig auf Beutezug zu gehen. So muss man für aufwendige schwarzromantische Acessoires keine Unsummen ausgeben wenn man ein wenig kreativen Wahnsinn mit zu den Beutezügen nimmt, der einen auf möglichst abwegige Verwendungsmöglichkeiten der angebotenen Waren bringt 😉
Kleine Deko-Strohhüte sind wunderbare Rohlinge für victorianisch angelehnte Kopfbedeckungen. Der unpassenden Farbe rückt man mit „Chaos Black“ aus der Warhammer – Viecherbemalbox des Männchens zu Leibe – oder anderer Farbe aus der Sprühdose 😉 – gilt auch für günstige Strohhüte vom Flohmarkt. Dann Deko nach Wunsch draufzimmern.

Wenn die Krempe groß genug ist kann man einen „normalen“ Hut auch ausserordentlich einfach zum Dreispitz umbasteln. Dazu muss man die Krempe lediglich an drei Punkten in gleichen Abständen an der Krone festnähen, Deko nach Wahl drauf – und schon ist auch der schwarzromantische Herr um ein Teil reicher.
Flohmärkte sind auch Fundgruben für textiles Rohmaterial, wie man es in früheren Zeiten auch schon gemacht hat, lassen sich auch heute alte Klamotten umarbeiten, aufmotzen, oder man verwertet den Stoff zu etwas Neuem. Alte Lederklamotten bieten Material für Korsetts, Miniröcke, … punkiges Patchwork, sehr zu empfehlen im Frankenstein-Look mit schiefen und krummen Handnähten.

Glassteinchen mit flacher Rückseite sind im Bastelladen auch oft günstig aufzutreiben, und mit einem recht guten und nicht allzu teuren Hautkleber von Essences kann man das Make-Up effektvoll unterstreichen.

Die Möglichkeiten sind wirklich sehr vielfältig – man muss sich nur umsehen und ein bisschen rumspinnen 😉

Auch wenn die aufwendigen Klamotten es wohl nicht unbedingt nahe liegend aussehen lassen – unter dem Kalk verstecken sich durchaus auch einige punkige Charakterzüge und gewiss kein „Hobby-Aristokrat“ *schüttel* – und im Sinne des Punks sollte niemand vor Selbermachen oder gar Nadel und Faden zurückschrecken, auch wenns mal krumm und schief wird – es ist Punk! Die konnten auch nicht singen und habens trotzdem getan 😉 , also grabt den Punk in euch aus und machts einfach!

Hier ein paar Beispiele meiner zweckentfremdeten Beutestücke:

Weihnachtsdeko, reduziert auf 2-3 Öcken. Hat genau die richtige Größe um dat Ding über einen Dutt samt Haarteil zu stecken und da festzupinnen – kein Schwanz kommt darauf daß das aus der Dekoabteilung kommt, wenn mans nicht dazu sagt 😉
Und in der Frisur schaut das einfach so großartig aus, sowas hat garantiert niemand!

„Elizabethanischer Gewandschmuck“ – war mal ein Deko-Anhänger der mich anschrie, elizabethanisch angehauchter Schmuck zu werden. Das Gebammsel was mal dran war wurde abmontiert, mit Männchens Warhammer-Viecherkleber hinten eine Broschennadel angeklebt, eine kleine Drahtschlinge hält die Perlenkette dies im 1-Euro Laden für eben diesen Betrag gab.

Dank für das Bild links geht an Marcus Rietzsch 🙂

„Gewandschmuck die zweite“ – war der Anhänger einer 2-Euro Kette aus dem Ramschladen, die mich noch dazu mit massig goldenen Roccailles versorgte. Die „Zacken“ an der Haube sind Deko-Nadeln aus dem Sonderpostenladen zu Einsfuffzich die Packung, zwei weitere Packungen liegen im Materiallager und warten auf den Einsatz.

Danke an Annabel Lee für das Bild vom WGT 2009 🙂

Tischdeko für Hochzeiten, der Bund wirklich schöner und edel aussehender Rosen war für nen Euro zu bekommen, das Federdingens etwas um die 4 Geld, war fix und fertig und hat sogar eine Klammer hinten dran – die aber für Einsatz im Haar eigentlich nicht gedacht war und deswegen mit Vorsicht angepinnt und wieder abgezupft werden muss:

Danke nochmals an Annabel Lee – wieder WGT 2009. Der Federwisch ist allerding ein Anderer 🙂

Meine Lieblingstasche: ein alter Mini-Schmink-Koffer für 4,90 von der Flohmarktsecke des Nailaer Sonderpostenbaumarktes – ich liebe den Ramsch in dem Laden *lach* selbst wenn man nichts findet, man amüsiert sich über diverse Skurrilitäten die da angeboten werden.
Farblich perfekt gruftig, der fehlende Träger wurde mit Karabinern., D-Ringen und Gurtband aus meinem Materiallager ersetzt. Schaut toll aus und ist perfekt für Kalkleisten dank eingebautem Spiegelchen und den Schlaufen in denen man Schminkutensilien sicher aufbewahren kann für einen langen WGT Tag auf den Füßen in Leipzig. Macht sich aber auch alltags als Handtasche weit chicer als Manolo Blahnik *frechgrins*


Die Liste liesse sich noch beliebig weiterführen, abgesehen von Strass-Tiaras und – haarschmuck ist kaum etwas aus meinem Acessoires-Fundus für den Zweck bestimmt wofür ich es benutze. Wie schon gesagt – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, nur eine Regel sollte man beachten: billig sein darf es, aber so aussehen darf es freilich nicht! Denn sonst sieht das Gesamtbild mehr nach Fasching aus, und das wollen wir ja nicht 😉

Ich hoffe, mein Beitrag war inspirierend 😉 auch wenn es keine richtige Selbermach-Anleitung war, denn die lässt sich zu dem Thema schwer schreiben, lasst Euch von eurer Kreativität leiten und macht da draußen die Flohmärkte und Schrott-Läden unsicher, weil Individualität findet man nicht beim pöhsen X , sondern ausschließlich bei sich selbst 😀

Nachtrag: Verzeiht die noch nicht so schöne Formatierung der Bilder (einige sind anklickbar und laden dann in groß) – ich bin müde und geschlaucht von der Woche und dem gewittrigen Wetter draußen, ich mache die Schönheitsreparaturen noch nachträglich …

Gothic Friday April – Top of the Goth

Und schon wieder ist ein Monat um, Zeit für das nächste Thema des „Gothic Fridays“
Diesmal standen zwei zur Auswahl – jeweils die persönlichen Top 5 aus Coverversionen oder Filmen zu wählen. Bei mir haben die Filme ohne groß zu überlegen das Rennen gemacht. Ich bin durchaus auch ein Filmfan – vor gut 10 Jahren war ich mit einer Freundin jeden Samstag im Kino, im Nachbarort gab es das Capitol – ein großartiges altes Kino in dem meine Mutter als Jugendliche schon Star Wars gesehen und sich in diesen Film verliebt hatte.
In irgend einer Schublade stapeln sich noch die alten, sorgfältig gesammelten Eintrittskarten an, würde ich die ausgraben, könte ich jeden einzelnen Film benennen den ich damals gesehen habe. Und der Stapel ist groß …

Das Capitol musste einem dieser modernen Kinokomplexe weichen die meiner Meinung nach kein richtiges Kino-Flair mehr haben, nur noch amerikanische Sterilität. Schade.

In den letzten Jahren zog es mich nicht mehr so sehr ins Kino, die Zeit und andere Dinge hielten mich davon ab. Mein letzter Film war „Black Swan“ – und der hat sich dafür sehr gelohnt.

„Entspannt“ sollte die diesmonatige Runde des Gothic Fridays sein, doch nun sitze ich da und überlege, welche 5 Filme von so vielen ich als Favoriten benennen soll …

Der erste Platz ist zweifelsfrei: Matrix

Haut mich auch heute noch von den Socken, nur die Sequels möchte ich mit keinem Wort erwähnt haben 😉

Shooting Outtake

Es war ein 30. April Anno 1999, wir hatten den Trailer die Woche zuvor im Kino gesehen und waren etwas verwirrt, keine Ahnung was für ein Film uns erwarten sollte, aber da es sich offenbar grob um Science Fiction handelte und der 1. Mai Feiertag war, gingen wir zur Vorpremiere um Mitternacht ins Capitol.
Ausser uns beiden hatten gerade mal 5-6 andere Leute die gleiche Idee.

Ich war überwältigt, und beim Rückweg zum eigenen Auto hätte mich fast ein anderes von der Strasse geräumt, da ich offengestanden reichlich geblitzdingst war nach der Vorstellung.

Wie oft ich seitdem den Film gesehen habe weiß ich garnicht, aber er läd immer wieder zum rumphilosophieren ein. Von vorne bis hinten ein für meinen Geschmack grundgenialer Film.
Und wie man dem Bildchen nebenan unschwer entnehmen kann – meine Sonnenbrille ist freilich vom Modell „Neo“ 😀 – anklicken läd im Übrigen in größer …

Bemerkenswerte Szene – naja, eigentlich ist an dem Film alles bemerkenswert, stellvertretend lasse ich Agent Smith mal zu Wort kommen:

„Es fiel mir auf, als ich versuchte eure Spezies zu klassifizieren. Ihr seid im eigentlichen Sinne keine richtigen Säugetiere! Jedwede Art von Säugern auf diesen Planeten entwickelt instinktiv ein natürliches Gleichgewicht mit ihrer Umgebung. Ihr Menschen aber tut dies nicht. Ihr zieht in ein bestimmtes Gebiet und vermehrt euch bis alle natürlichen Ressourcen erschöpft sind. Und der einzige Weg zu überleben ist die Ausbreitung auf ein anderes Gebiet. Es gibt noch einen Organismus auf diesen Planeten der genauso verfährt. Wissen sie welcher? Das Virus! Der Mensch ist eine Krankheit, das Geschwür dieses Planeten. Ihr seid wie die Pest. Und wir sind die Heilung.“

Platz Nummer zwei belegt: Donnie Darko.

Geniale Story, den Film kann man sich auch immer wieder ansehen und wird jedesmal neue Details finden, schön abgründige und düstere Story, spielt in den 80ern und der Soundtrack ist eine wahre Freude.
Den Film habe ich leider nicht im Kino gesehen, erst als mein männlicher Haarballen die DVD in die Finger bekam, bin ich drauf aufmerksam geworden.
Auch ein Film der beim ersten mal Sehen eine gewisse Verwirrung hinterlässt – aber leichte Kost ist ja auch langweilig, oder?

Bemerkenswete Szene:

Donnie:“Warum trägst du dieses blöde Hasenkostüm?“
Frank: „Warum trägst du dieses blöde Menschenkostüm?“

Platz Nummre drei: Elizabeth – The Golden Age

Klarer Fall – meine Lieblingsepoche, Elizabeth I, riesige Fummel auf Reifröcken – was will man mehr *lach*
Auch wenn die Klamotten historisch nicht sehr authentisch sind – das nur fürs Protokoll hinzu gefügt 😉 – ein Film den ich mir auch immer wieder ansehen kann. Den ersten Teil habe ich seinerzeit im Kino gesehen, wieder im altehrwürdigen Capitol, als Klassenausflug unseres Englisch-LKs. Das Sequel finde ich persönlich aber noch eine Spur besser, deswegen belegt dieser den dritten Platz hier.

Bemerkenswerte Szene:

„Wenn der Sturm losbricht handelt jeder Mensch entstprechend seiner Natur. Manche verstummen vor Schrecken. Manche eilen davon. Manche verbergen sich. Manche breiten einem Adler gleich die Flügel aus und lassen sich emportragen.“ – Dr. Dee

Addams Family – darf freilich nicht fehlen!

Die Kino-Verfilmungen kannte ich bevor ich die Ur-Serie gesehen habe. Mag es ein frühes Anzeichen einer gewissen natürlichen Gruftigkeit gewesen sein, aber Morticia war in Kindertagen schon eine Art heimliches Vorbild, ebenso Lydia aus Beetlejuice. Zahlreiche Versuche von meiner Mutter ein rabenschwarzes, bodenlanges Kleid geschneidert zu bekommen, verliefen damals im Sande.
Doch abgesehen von Morticias legendärem Fummel ist der zweite Addams Family Kinofilm auch inhaltlich großartig, so hält die Story das Anders-sein hoch und demoliert genüsslich die Uniformität des Normalen. So mischen die ganzen Aussenseiter und Nerds sowie alle die ins blonde Schema F nicht reinpassen diekitschige Thanksgiving-Aufführung im Sommercamp so richtig auf.

„Zuerst hast du Fester geheiratet, du hast seinen Verstand zerstört, ihn seiner Familie entrissen – all das könnte ich vergeben – aber Debbie – Pastellfarben?“ – Morticia

Auf dem letzten Platz darfs dann auch mal seichter und deutlich alberner werden.

Im Land der Raketenwürmer:

Macht einfach jedes Mal wieder Spaß 😀 – egal welcher Teil, wobei ich Nummer zwei wohl am häufigsten gesehen habe. Wer kann schon der herrlichen Mischung aus Ungeziefer, Explosionen und Schleim widerstehen *grins* – un dnicht zu vergessen: Burt *kicher*

Bemerkenswerte Szene: „Sieh nur, … ich hab das Arschende gefunden…“

So, und das wars fürs April-Thema dann auch schon wieder. Freilich gibt es weit mehr Filme als die genannten 5 Stück die sehenswert sind und ich habe stellenweise auch schon wieder überlegt, schätze aber diese 5 oben genannten sind ganz repräsentativ für meinen Filmgeschmack, auch wenn diverse Genres wie asiatische Prügelfilme – die ich auch seeehr gern habe – nicht wirklich untergekommen sind.

Gothic Friday März: Schwarzer Fächer der Passionen

Und weiter geht es mit dem nächsten Beitrag zum Gothic Friday.
Ein ganz schön saftiges Thema haben sich die Herrschaften Shan Dark und Robert diesmal ausgedacht. Hat mich einiges an Nerven gekostet und wieder mal abertausende von bereits getippsten Worten, die dann doch ungelesen von anderen ins Datennirvana verschwinden mussten.
Einen Vorteil hat das digitale Tippen – man läuft nicht in Gefahr in den zugeschriebenen, zerknüllten Schreibmaschinenblättern unterzugehen *gg*

Im März geht es um Leidenschaften und Passionen – Bilder sind bis aufs erste Anklickbar und damit in groß ladbar 🙂

optische Rückkopplung

Szenemitgestaltung war nie ein bewusstes Ansinnen am Anfang, doch wenn man sich zur Szene zählt, wird man früher oder später auch seinen Teil dazu beitragen, da man selbst ja Teil des Ganzen ist – wie auch immer das im einzelnen Fall aussehen mag.
Alles was mir wichtig war, war ein Platz an dem ich ich sein kann. Ein Platz an dem meine exzentrischen Auswüchse ihren Freiraum bekommen dürfen, und den Platz habe ich einst in der Szene gefunden.
Anfangs lässt man sich von den Leuten inspirieren die man in den Clubs sieht, später sieht man sich an dem Punkt wo man selbst Inspirationsquelle für andere geworden ist. Doch das sind Dinge die sich im Laufe der Zeit irgendwie so ergeben haben.
Wie ich schon im Januar-Beitrag schrieb war ich als Kind schon etwas eigenartig, als Jugendliche der Aussenseiter. Meinen Weg damit umzugehen habe ich gefunden, und der hies: bewusste Abgrenzung durch eins der wenigen Signale die man als wortkarges Mädel zur Verfügung hat: man schreibe sich das anders sein für alle sichtbar auf den Leib, durch andere Klamotten, einen anderen Stil den sonst keiner hat, ich ging den Weg in die optische Offensive und versteckte mich nicht vor den Angriffen, sondern suchte die Provokation und schrie leise hinaus wie sehr ich mich „anders“ fühlte.

Klamotten sind Audruck der eigenen Persönlichkeit, wer nur der Mode hinterherrennt und auf „angesagte“ Marken fixiert ist, wo ist dann die eigene Persönlichkeit erkennbar?
Äusserlichkeiten sind unbestreitbar für mich eine wichtige Sache, aber nicht in dem Kontext möglichst „trendy“ und „stylish“ zu sein, sondern in dem Zusammenhang daß ich so ein Stück von mir nach aussen sichtbar trage. In gewissen Sinne mag es eine oberflächliche Komponente durchaus enthalten, doch unter der Oberfläche gibt es rund um Kleidung, den persönlichen Stil und Bezug dazu viel mehr, ich wage sogar zu behaupten daß der eigene Bezug zu Kleidung eine gewisse philosophische Komponente besitzt. Eine sehr individuelle allerdings.
Ich bin ein relativ visuell veranlagter Mensch, mich faszinieren Leute die etwas andersartiges an sich haben, was genau kann ich nicht benennen. Meiner erfahrung nach sind Exzentriker auch oft faszinierende Persönlichkeiten, doch ich würde deswegen nicht den Umkehrschluss wagen und alle die sich schlichter wohler fühlen, als Langweiler zu bezeichnen, letztenendes ist wichtiger wie authentisch ein Mensch ist, und da unterhalte ich mich dann auch viel lieber mit dem schlichten Typen, der so wie er ist einfach er selbst ist, statt mit Karnevalisten. Aber „man selbst sein“ kann eben genauso gut eine etwas schrägere sache sein, und „Natürlichkeit“ muss nicht immer heißen daß man ungeschminkt und in Schlabberklamotten man selbst ist, es kann auch die bewusste „Unnatürlichkeit“ weißer Schminke und ausladender Reifröcke ein Stück persönliche Natürlichkeit sein.
Nahezu alle Menschen verändern ihren Körper nach ihren Idealbild, das fängt beim Haarefärben an, geht über Schmuck und Schminke bis hin zu Tätowierungen, Piercings und extremeren Körpermodifikationen, und auch Kleidung ist ein ganz wichtiger und eigentlich elementarer Teil dieses Selbstausdruckes.

The Watcher

Darauf beruht meine vielleicht größte Leidenschaft – das Schneidern. Etwas das vor 11 Jahren als Hobby begann, mit dem ich meine spinnigen Klamottenwünsche endlich selbst verwirklichen wollte ist über die Jahre sichtlich gewachsen, in einem Ausmaß daß ich jetzt sogar auf dem Weg bin diese Leidenschaft zum Beruf zu machen, im vollen Wissen daß man als Schneider heutzutage kein Vermögen verdienen kann, doch mir war die große Kohle nie wichtig. Leben sollte man freilich davon können, und vielleicht nicht auf Strich Null am Monatsende, aber Statussymbole sind mir nicht wichtig. Im Gegensatz zu der Lebensform die nach meinen eigenen Maßstäben die Ideale ist.
Jetzt kommt das Ganze an den Wendepunkt wo die bewusste Szenemitgestaltung auch ein wichtiges Thema wird, denn ich hoffe meine spätere Kundschaft in der Szene zu finden, mit dem Angebot auf individuelle Klamotten, auch wen die großen Roben dabei ein Hauptfokus sein sollen, ich könnte mir auch gut vorstellen für den Alltagsgebrauch und für Leute die sich nicht so gern mit mehreren Stoffballen behängen wollen, einzigartige Teile zu entwerfen.
Vielseitigkeit ist mir wichtig, auch wenn man mich selbst fast nur im Romantikfummel kennt, die Interessen darunter sind weitläufig und gelegentlich auch mal scheinbar konträr zum Äusseren. Aber wer wird denn schon Menschen nach seinem Aussehen aburteilen, nicht? 😉

 Die Diva

Um diese zentrale Leidenschaft – die Schneiderei – ringen sich noch einige andere Interessen die mit dem Nähen ganz gut Hand in Hand gehen.
Zum Einen wäre da das Malen und Zeichnen – man sagt, Talent überspringt eine Generation, so ging meine Mutter leider leer aus, während mein Opa, seinerzeit Porzellanmaler – mir da wohl ein bisschen was von abgegeben haben muss. Im Übrigen ist das auch sehr nützlich beim Entwürfe für neue Klamottenideen zu Papier zu bringen – denn später will der Kunde ja auch erstmal ein paar Ideen sehen bevor es ans Nähen geht.
Aber auch unabhängig vom Nähen greife ich gern mal zur Leinwand oder dem Bleistift, wobei das Hobby gelegentlich aus Zeitmangel auch mal untergeht. Und fatal ist auch daß ich am besten Malen kann wenns mir so richtig mies geht. Blöde Voraussetzungen das …

Renaissance1

Durch die Schneiderei bin ich freilich auch auf das Interesse an Geschichte gestoßen, mit Living History mal in eine andere Zeit abtauchen, oder in Selbstversuchen ausprobieren, wie es ist nur mit Hand und Seidenfaden ein Kleid zu nähen – genauso wie es vor der Erfindung der Nähmaschone gemacht wurde.
Dabei gilt mein besonderes Interesse dem späten 16. Jahrhundert, zur Zeit von Elizabeth I.
Und beim Reenactment muss es auch nicht der große oberprotzige Fummel sein, da darf es auch mal grobes Leinen und Wolle sein, für eine bürgerliche Darstellung.
Das Dumme ist allerdings nur, daß es für meine Lieblingszeit in Deutschland kaum Living History Veranstaltungen gibt und aktuell bin ich ausbildungsbedingt auch nicht so flexibel um mich dem Hobby intensiver zu widmen. Aber alles zu seiner Zeit …

Shooting

Ein anderes Interesse ist freilich auch die Photographie. Angefangen hat das mit Bildbearbeitereien, vor Jahren. Spielereien mit eher wenig bekannten Programmen waren die Anfänge, Graphiken für die ersten Versionen meiner Homepage.
Dann die ersten Gehversuche vor der Kameralinse – rein zufällig fragte mich ein Mitarbeiter des Lehrstuhles für polymerer Werkstoffe – wo ich einen kleinen HiWi-Job hatte damals – er war Hobbyphotograph und hatte einen kleinen AUftrag für eine Mediendesignerin, wofür er wen brauchte der halbwegs beweglich war. Mein erster (und einziger) Pay-Job *lach*
Ich fands lustig, lies mich später noch in meinen ersten Tournürenkleidern ablichten, und fand das „Modeln“ als weiteres Ausdrucksmittel interessant. Wobei ich mich nicht als Model sehe, ich will mich durch dieses Hobby ausprobieren, Facetten ausloten und zeigen. Bei guten Photographen die nicht einfach nur abdrücken lernt man da auch oft ein wenig über sich selbst. Sieht oin den Bildern wie andere Leute einen sehen …
Und freilich bekomme ich gute Bilder von meinen Kleidern *lach* – nein, im Ernst, Eigenwerbung muss auch sein wenn man selbstständig als Schneider durchkommen will, und so ist das Bildermachen inzwischen auch etwas mehr zum Werbezweck geworden, denn der Mensch ist ein Augentier und reagiert auf ein schönes Photo anders als auf ein – wenn auch handwerklich perfektes – Kleid das vor der heimischen Schrankwand auf der Puppe abgelichtet wurde.

Chris Fantaisie

Die Bildbearbeitung habe ich dann bei etlichen Shootingbildern selbst übernommen und Spaß daran gefunden, und da ich leider viel zu leicht zu begeistern bin, habe ich auch schon des Öfteren selbst zur Kamera gegriffen. Und werde es wieder tun 😉 einfach weil die Möglichkeiten der Photographie interessante Dinge bieten, insbesondere im Zusammenspiel mit der Nachbearbeitung. Auch hier will ich keine kostümierten Leute vor der Kamera haben, sondern solche die authentisch sie selbst sind, egal ob schwarzromantisch oder schlicht.

Doch damit ist das Thema noch nicht ausgeschöpft. Bei weitem noch nicht, Nur würde es dem umfang sprengen an dieser Stelle noch viel weiter zu gehen. Zu meinen Interessensgebieten kommt noch: Computerkram, Astronomie, Physik, Webdesign und damit meine eigene Homepage, Science Fiction und Cyberpunk, Tanz (von historisch über Ballett bis Jazzdance), Kampfsport, Lost Places, und freilich Musik.

Und damit beende ich die kleine Reise in meine Hobbies und Leidenschaften 🙂 – sonst werd ich ja nie fertig …

Nachtrag: auf Orphis Anmerlung hin muss ich noch hinzu setzen daß sich das Schreiben auch in meinen Kreis der Interessen einsortieren lässt. Eigentlich ganz ungruftig habe ich früher viele Science Fiction Kurzgeschichten geschrieben, die neueren Werke sind da danna ber oft auch finsterer ausgefallen, Klischeeuntypischerweise kann ich mit Gedichten nicht umgehen, aber das geschriebene Wort ist auch ein wunderbares Ventil um Frust abzulassen, und als solches Ventil auch eines das mir wichtig ist.
In letzter Zeit bin ich jedoch kaum dazu gekommen.
Ausnahme ist – weil Robert es noch angemerkt hat 😉 – wohl mein Blog hier, doch da schreibe ich aus anderen Gründen und generell auch nicht so wie ich es in Kurzgeschichten tue.
Ich habe auch schon Lesungen mit meinen Werken abgehalten, zwei an der zahl, zusammen mit meiner ehemaligen Ballettlehrerin, die diese Idee eigentlich erst hatte. Das ist zwar auch shcon wider fast 10 Jahre her, doch es war eine tolle Erfahrung.
Wer neugierig ist – meine Geschichten gibt es auf meiner Homepage 🙂

So, jetzt ist aber wirklich Schluß 😉

Gastbeitrag Gothic Friday – Chris und die dunkle Musik

Ich bin sehr froh darüber an dieser Stelle auch mal einen Gastbeitrag beherbergen zu dürfen, ein guter Freund hat sich von mir überreden lassen mitzumachen und erzählt im Folgenden ein wenig über seine Musikalischen Präferenzen – was mich auch aus dem Grunde erfreut da er ein guter Beweis dafür ist daß die junge Generation Schwarzvolk nicht notwendigerweise immer im Cybergestampfe steckenbleibt, sondern sich auch Gedanken zu den Ursprüngen der Szene macht.

Und deswegen hat im Folgenden Chris das Wort – von mir stammen lediglich die Formatierungen via HTML.

10 Fragen — Die Musik und Du
Was bedeutet Musik für Dich? Wie wichtig ist sie Dir?

Diese Frage ist eigentlich mit: „Musik ist mein Leben“ beantwortet, ich gehe dennoch ein wenig mehr darauf ein, da dies ja viele Menschen lesen werden. Musik höre ich immer und überall, ob das nun auf längeren Touren zu Veranstaltungen ist, zu Fuß/unterwegs mit dem Hund oder einfach nur Zuhause am PC, beim Putzen/aufräumen oder beim Baden.

Wichtig ist dabei das, die Musik immer zu meiner aktuellen Gemütslage/Stimmung passen muss. Dies ergibt sich allerdings meistens von selbst.

Welche Richtungen »schwarzer Musik« hörst du? Nenne ein Beispiel, das für Dich deine Bedeutung des Genre am besten Wiedergibt.

Das Spektrum von mir gehörter Musik ist ziemlich breit gefächert aber ich fang mal an. Ich habe zwar die 80er nicht mehr mitbekommen da ich einfach zu jung bin (leider) höre die damalige Musik bzw. die Anfänge der schwarzen Szene sehr sehr gerne. Für mich ein nicht wegzudenkender Favorit sind dabei:

The Cure – Lovecats
Ich finde es ist ein Klassiker und jeder sollte es kennen.

Das nächste von mir Bevorzugte Genre wäre dann Neofolk/Neoclassic, ich wage es hier mal diese beiden Richtungen miteinander aufzuzählen, da sie für mich doch ziemlich Artverwandt sind. Auf diese Musikrichtungen bin ich durch den, hier bei mir heimischen Göttertanz gekommen. Zur Neoclassic möchte ich hier folgende Band erwähnen:

Blood Axis – Lord of Ages

Nun zum Neofolk ein Vertreter den ich da gerne höre ist folgender:

Death in June – Little Black Angel

Eine weitere Musikrichtung der „Gothic-Kultur“ die fester Bestandteil meiner Musiksammlung ist, ist der Darkwave hier führ ich mal einen der bekanntesten Vertreter auf:
Deine Lakaien – Over and Done

Erwähnen möchte ich auch noch folgende Band die ich erst auf einen zweiten Versuch gut fand:
Diary of Dreams – Giftraum

Dann gehen wir mal weiter zum Military Pop und Martial Industrial, zwei Richtungen die ich erst sehr Spät auf einer Party kennengelernt habe, aber mittlerweile sehr gerne höre und schätze. Als Vertreter des Genre möchte ich hier folgende Vorstellen:
In Slaughter Natives – Death Just only Death

wobei die Grenze hier so derart fleißend ist das man auch von Death Industrial spricht.

Kommen wir nun zu Ritual, Dark Ambient, Pagan und alles was man in diese Richtungen stecken kann. Hier liste ich nun mal ein paar Sachen auf die eigentlich fast jeder kennt.
Als Ritual Industrial:
Test Dept. – Arddyledog Ganu
ein Stück was ich als sehr intensive und emotional empfinde.

Zum Dark Ambient stell ich mal folgende Band vor:
Sephiroth – A map of Eden before the Storms Von dieser Band kennen viele sicher das Stück Wolf Tribes, aus diesem Grund stell ich hier mal ein anderes vor.

Pagan und Mittelalter, ich mag Dudelsäcke und Gitarren nicht wirklich deswegen stell ich hier mal zwei eher elektronische Projekte vor, die aber auch wieder sehr bekannt sind.
Qntal – Fruhling
Helium Vola – Darkness, Darkness

Was bei mir musikalisch noch aus dieser eher ruhigeren Sachen aus der Reihe tanzt sind Power Electronics, hier möchte ich eine Band aufzeigen dir mir Persönlich von Texten, Sound und Gesamtkonzept sehr gefallen:
Haus Arafna – Last Dream of Jesus

Desweiteren darf hier nicht der gute alte EBM vergessen werden, zumal mich folgende Band 2010 auf einem Festival so dermaßen überzeugt hat, da sie trotz des hohen Alters der Bandmitglieder noch so ne unglaubliche Performance hingelegt haben:

Front 242 – Welcome to Paradise

Erwähnen will ich jetzt eigentlich nur noch Sopor Aeternus and the Esemble of Shadows, da mich dieses Projekt immer wieder durchs leben begleitet. Allerdings kann ich die Band keinem Genre zuordnen und möchte das auch gerade nicht. Es ist eben ein persönlicher hoher Stellenwert den diese Band bei mir erreicht hat.

Wie würdest du deine musikalische Laufbahn beschreiben? Über welche Richtung der Musik bist Du in die Szene gekommen, welche hast du hinzugewonnen, welchen hast du abgeschworen und was hörst du heute?

Da ich es verpasst habe am ersten Gothic Friday teilzunehmen, werde ich hier etwas weiter ausholen. Ersten Kontakt mit „alternativer“ Musik hatte ich auf den hier in der Fränkischen Schweiz heimischen Bierzelt Beatabenden, hier möchte ich mal ein großes Lob an die Coverband Audio Gun loswerden, ein Mädel die eine sehr schöne hohe Stimme hat, ein ästhetischer Sänger und langhaarige abrockende Bass und Gitarren Spieler (eigentlich nicht meine Welt aber mit 16 is man froh wenn man mal rauskommt). Besagte Band fing also irgendwann an Nightwish, Rammstein, Within Temptation und Co. zu spielen, was bei mir dann doch gefallen fand. Also war ich dann für 1-1,5 Jahren der „Metall-Szene“ angehörig. Bis ich eines Tages einen Sampler in die Hand gedrückt bekam, auf diesem Sampler wart Track 07 von Emilie Autumn, ab hier ging es dann los, ich sah besagte Dame auf dem Cover einer Orkus-Zeitschrift welche denn auch gleich mal eingesackt wurde und von vorne bis hinten durchgelesen wurde. Durch einen von der Band ASP kreierten Remix des Songs Liar von Emilie Autumn stieß ich dann auf diese Band. Mit 18 folgten dann Besuche der ersten Gothic Veranstaltungen (damals noch mit einer schlichten schwarzen Jeans und einem Bandshirt bekleidet). Mit ein bisschen Club und Party Erfahrung passiert dann der schlimmste Abschnitt meiner Szenezeit, ich wurde zum so genannten „Glühwürmchen“, das lag daran das die Musikrichtung grad im kommen war und ich damals mit Szeneanfängen und 80er noch so gut wie nichts am Hut hatte. Das ganze ging dann ungefähr ein Jahr gut, dann machte es wohl „Klick“ oder ähnliches und ich fand die Musik die ich eigentlich mag auf einmal stupide, blöd und niveaulos. Ich lernte dann, auf einer monatlichen Veranstaltung auf der eben all Styles of Dark Music gespielt wurden (wie es so schön heißt), eine Dame kennen die ihr Gesicht weiß geschminkt hatte und im Gesamtbild sehr eindrucksvoll auf mich wirkte (bis Dato hatte ich diesen Stil noch nicht gesehen) was auch an dem Outfit lag. Wie ich später herausfinden sollte hatte sie ihre Kleidung komplett selbst gemacht. Aber eins nach dem andern, also fasziniert von ihrer Erscheinung, wollte ich diese Dame ansprechen, leider bin ich nicht der Typ der auf Menschen einfach zugeht und sie anspricht. Doch beim Frischluft schnappen draußen lief man sich dann doch übern den Weg und wechselte die ersten paar Worte. In den folgenden Monaten (mittlerweile gut 1,5 Jahre) ging man dann öfter zusammen weg und lernte sich immer besser kennen. Dies wird jetzt keine Liebesgeschichte – allerdings war besagte Lady nicht unschuldig an meiner jetzigen Szenebetrachtung, meinem Musikgeschmack und meinem Stil was Kleidung und Schminke betrifft. Mittlerweile zähle ich mich selbst zu den Schwarzromantikern und fühl mich „Pudelwohl“ in besagter Szenerichtung. Dem Glühwürmchen sein hab ich komplett abgeschworen, Sachen in diese Richtung gehen mir eher auf die Nerven als das ich irgendwas Tolles daran finden könnte.

Wie und wo hörst du Musik am liebsten?

Musik höre ich immer und überall, wie in meiner Einleitung schon erwähnt. Am liebsten aber wirklich im Club auf der Tanzfläche mit geschlossenen Augen und einem wirklichen abschalten, was durch die Lautstärke dort immer wunderbar funktioniert. Zuhause hör ich dann meistens eher etwas ruhigere Sachen und gönn mir durchaus mal ein zwei Gläser Wein dazu.

Welche Musik hörst du außerhalb der typischen dunklen Musik noch?

Vereinzelt gibt es wirklich ein zwei Sachen die ich gerne höre, welche nicht aus dem dunklen Musikbereich stammen. Gerade letztes Jahr (2010) gab es im Radio/Mainstream eine Stück was ich ganz großartig fand:

Hurt’s – Wonderful Live

Das mal aus gegebenen Anlass.

Mal angenommen, Du könntest ein Instrument spielen, hättest eine tolle Stimme und würdest zusammen mit Freunden eine Band gründen. Welche Rolle in der Band wäre Deine?

Ich wär sollte es wirklich eine Band mit klassischen Instrumenten sein, der Pianist da ich des Klavier zumindest teilweise beherrsche. Allerdings würde ich lieber ein Krach-Projekt im Sinne des alten Industrials a la Throbbing Gristle gründen. Bei dieser Sache wär ich dann der Typ der wild auf irgendwelchen Ölfässern oder Stahlträgern rumdonnert.

Nenne 5 deiner Alben die für Dich unverzichtbar mit Szene verbunden sind.

Synthie-technisch ist es meine Neuentdeckung des WGTs 2010 —- Roman Rain – Album: Pomah penh

Mental Measuretech – Songs form Neuropa

Rosa Crux – In tenebris

Sopor Aeternus – Le Fleurs du Mal

Helium Vola – Für euch die ihr liebet

Welche musikalischen Eigenschaften hat für dich das ideale Lied?

Das ist jetzt wirklich ein sehr gewagter Versuch, stimmlich wäre mir ne wohlklingende hohe Frauenstimme am liebsten, wenn es eine männliche Stimme sein soll muss diese was sehr besonderes haben. Instrumenten mäßig würde ich mich an vielen Streichinstrumenten erfreuen die von einem Flügel begleitet werden, dazu noch ein paar Trommeln und Samples die das Bild komplettieren. Der Text darf emotional gewichtig sein, wenn’s geht aber nicht von der Zwischenmenschlichen Liebe handeln. So ungefähr stell ich mir das ganze vor.

Band oder welchen Musiker/in würdest Du gern mal interviewen und auf welche Frage musst Du dabei unbedingt eine Antwort haben?

Da fällt mir aktuell nur eine Person ein, die da wäre Anna-Varney Cantodea, da sie/er eine so dermaßen faszinierende Persönlichkeit für mich ist. Allerdings habe ich keine bestimmte Frage, ich würde einfach gerne mal ein Gespräch mit ihm/ihr führen.

Wer oder was reprä­sen­tiert für die Dich die Zukunft der »schwar­zen« Musik?

Die Frage ist ein bisschen schwierig, da ich Angst habe das noch mehr „Techno“ angelehnte niveaulose Musik in die schwarzen Clubs einzieht. Ein Beispiel dafür ist ein grausames Lied, welches ich vor einigen Wochen auf einer Frankfurter Party zu Ohren bekommen habe.

Ich hoffe das mal eine Band in Erscheinung tritt die sich am Urindustrial bzw. am Ritual Industrial anlehnt und ein bisschen frischen Wind in diese Richtung bringt.

Zwei Neuentdeckungen die für mich Vielversprechend klingen und ich vergangenes Jahr entdeckt habe sind zum einen, wie oben schon genannt, Roman Rain (Russischer Synthiepop) und zum anderen eine aus Hof stammende Künstlerin namens Genevieve Pasquier, welche sich stark am alten EBM orientiert, durchaus aber auch neues in dieses Genre einfließen lässt.

Gothic Friday – Februar: Musik und Leidenschaft

Und nun geht der Gothic Friday in die zweite Runde, diesen Monat dreht es sich ganz um die Musik, einige interessante Beiträge sind dazu auch schon wieder entstanden, und ich reihe mich da auch gleich mal mit ein.

Also legen wir mal los:

10 Fra­gen — Die Musik und Du

Was bedeu­tet Musik für Dich? Wie wich­tig ist sie Dir?

Musik ist für mich sehr wichtig, sie ist für mich eine sehr emotionale Sache.
Musik ist auch oft Hilfe bei weniger schönen Gemütszuständen, oder Mittel zum Abreagieren wenn das mal sein muss 😉 , sie ist die Brücke zum Abtauchen in andere Welten, hörbare Schönheit, Seelenspiegel und Freund. Sie macht aber auch glücklich bis hin zu euphorisch und deckt somit für mich alles ab was an Empfindungen möglich ist.

Wel­che Rich­tun­gen »schwar­zer Musik« hörst du? Nenne ein Bei­spiel, das für Dich deine Bedeu­tung des Genre am bes­ten Wie­der­gibt.

Ich höre eine relativ große Bandbreite an musikalisch-dunklen Subgenres. Meine Wurzeln sehe ich in den 80ern, bei Depeche Mode, OMD, The Cure, Siouxsie, Bauhaus und Joy Division, auch wenn ich einige Bands erst im Nachhinein für mich entdeckt habe, aber mein 80er Fimmel der vorher schon da war, war da auch maßgeblich beteiligt.
Daher stehen Wave und Postpunk freilich auch auf meiner Liste.

Ein Beispiel hierfür auszusuchen ist allerdings etwas schwierig …

Bauhaus – Bela Lugosi’s Dead DER Klassiker – freilich, aber eben einfach unbestreitbar ein geiles Stück 😀
Depeche Mode – Enjoy the Silence

Minimal

Juhu, Synthies 😀

S.P.O.C.K – Never trust a Klingon
– hat einfach den Nerd-Bonus wenn man eh schon Trekkie ist 😀
Rorschach Garden – Robots

Darkwave – war neben Depeche Mode mit Project Pitchfork eine maßgebliche „Einstiegsdroge“ für mich. Pitchfork habe ich schon in meinem ersten Gothic-Friday Artikel genannt, daher nehme ich an der Stelle mal das:

Silke Bischoff – Under your Skin

Und eine andere meiner absoluten Lieblingsbands muss ich hier freilich auch noch mit aufführen:

Diary of Dreams – Traumtänzer

Gothic Rock war eher Liebe auf dem zweiten Blick da ich Gitarren anfangs einfach nicht ausstehen konnte 😉 über die 80er Musik hab ich mich dann doch mehr und mehr dran gewöhnt, auch wenn das was ich damals mochte eindeutig Synthielastig sein musste.
Die Sisters haben mich dann von den Gitarren überzeugt, und zwar mit dem sicher bekanntesten Stück:

Sisters of Mercy – Temple of Love

Weiter gehts mit der Sparte Neoklassik – Ethereal – Heavenly Voices, einem Abkömmling des Postpunks.
Das kann ich ganz klar mit DEM Klassiker schlechthin vorstellen:

Dead Can Dance – Rakim

Neofolk – Ich verzichte hier auf die Klassiker, und gebe als Beispiel eine etwas neuere Band an die ich sehr schätze:

ROME – Das Feuerordal

Verwand dazu ist ist der sogenannte Apocalyptic Folk, und da kann ich nur eine grandiose Band als Aushängeschild anführen:

Ordo Rosarius Equilibrio – Three is an Orgy, four is forever

Mittelalterlich inspiriertes und Pagan Folk – aber nur in Ausnahmefällen mit Dudelsäcken, und bitte auch kein Mittelalter-Rock 😉

QNTAL – Am Morgen Fruo
Omnia – Etrezomp Ni Kelted

Von da aus gehts weiter in den Bereich Ritual
Ich stecke hier mal eine meiner absoluten Lieblingsband hinein, obwohl man die genauso zum Neoklassik oder anderen stecken könnte:
Rosa Crux – Omnes qui descendunt

Als erstes Werk des Ritual Industrials wird das Album „Secret eye of LAYLAH“ von Zero Kama genannt, das angeblich mit Instrumenten aus Menschenknochen eingespielt wurde:

Zero Kama – Night of Matter

Wiederum damit verwandt ist der Dark Ambient, beziehungsweise sind die Unterschiede zum Ritual mehr als fließend um eine genaue Trennung zu ziehen:

Raison D’Etre – Wasteland

Genauso fließend sind die Übergänge zum Martial Industrial und Military Pop, gerne hätte ich Derniere Volonte’s „La Foudre Et Le Tonnerre“ angeführt, konnte aber kein Video zu dem wunderschönen Stück finden, daher nehme ich ein anderes Beispiel:

Triarii – On Wings of Steel

Nachtrag: auch wenn „La Foudre et Le Tonnerre“ nicht in Videoform auffindbar war, habe ich ein anderes Musikstück gefunden:

Dernière Volonté – Au Travers des Lauriers

Von da aus muss ich unweigerlich zum Industrial kommen, wovon die letzten oben genannten Beispiele ja auch nur Verzweigungen sind, und was gibt man da besser an als die Godfathers der Industrial Culture – Throbbing Gristle:

Throbbing Gristle – Discipline

Ein neuerer Abkömmling des Ur-Industrials ist – nein, NICHT Straftanz 😉 – sondern Powerelectronics. Meine erste Begegnung damit war Propergol, und die führe ich hier auch mal als Beispiel auf:

Propergol – Outburst

Tut weh, und solls auch 😉

Neue deutsche Todeskunst
Kein Genre das ich allzu intensiv höre, aber Goethes Erben mag ich wirklich sehr gerne:

Goethes Erben – Rotleuchtende, einst weiße Engel

Schwer einordenbar ist vielleicht Sopor Aeternus, ich führe das mal hier mit auf, das ein Mann/Frau Projekt hat aber auch für mich persönlich eine Sonderstellung.

Sopor Aeternus – Tanz der Grausamkeit

Wie wür­dest deine musi­ka­li­sche Lauf­bahn beschrei­ben? Über wel­che Rich­tung der Musik bist Du in die Szene gekom­men, wel­che hast hin­zu­ge­won­nen, wel­chen hast du abge­schwo­ren und was hörst du heute?

Meine musikalischen Präferenzen in meiner Anfangszeit waren ganz klar synthetischer Natur 😉 und der Erstkontakt kommt meistens mit Bands die relativ bekannt und damit leicht zugänglich sind, bei mir waren das Covenant, VNV Nation, Suicide Commando, Wumpscut und Feindflug.
Auch wenn Project Pitchfork und Depeche Mode die eigentlichen Einstiegsdrogen waren, die hörte ich damals im schwarzen Club aber kaum sondern mehr in den eigenen 4 Wänden, und DM habe ich anfangs auch nicht als Szenetypisch wahrgenommen, das kam dann erst nach einiger Zeit der bewussten Auseinandersetzung mit Szene an sich und deren Musik, und damit habe ich dann meinen schon vorhandenen 80er-Fimmel nochmal ausgebaut *gg*

Durch die „La Nuit Obscure“, einer Party auf der quer durch alle Stile Musik gespielt wurde bin ich dann relativ schnell auch auf die „Wedelmusik“ gekommen, mit Dean Can Dance und Qntal zunächst, und dann weiter zu Omnia, Faun, Helium Vola und von da aus gings dann weiter zu experimentelleren Sachen aus dem Industrial-Umfeld welche Stammplätze auf der Göttertanz-Playlist hatten und heute noch haben, von da aus war es dann auch kein großer Schritt mehr zum Industrial an sich. Irgendwie unterwegs aufgesammelt habe ich dann noch Neofolk und Military Pop und bin im Wesentlichen bei dem Paket bin ich dann im Wesentlichen geblieben.

Abgeschworen habe ich eigentlich keinen Stilrichtungen, ich würde eher sagen ich habe mich im Laufe der Zeit vom Elektro a la Feindflug wegentwickelt, insbesondere durch die Begegnung mit waschechtem Industrial. Lediglich bei Wumpscut kann ich ehrlich sagen daß ich das heute auch noch gerne höre.
Am Rande bemerkt amüsiert mich der Umstand, daß an schwarzromantischen Göttertänzen bei Weitem mehr Industrielles gespielt wird als bei Cyberparties *kicher*

Wie und wo hörst du Musik am liebs­ten?

Das ist sehr situationsabhängig, und auch abhängig vom Genre. „Kopfkinomusik“ wie Darkambient oder generell ruhigere, nachdenklichere Stücke lassen sich auf dem Fensterbrett über der aufgedrehten Heizung bei nem Gläschen Wein, Kerzenlicht und Räucherwerk schlicht und ergreifend am Besten genießen, auch Industrielles höre ich lieber und setze mich auch im Club dazu eher selten in Bewegung.
Sachen die mehr Schwung haben und im großen Zeh kitzeln erfordern ausreichend Platz, egal ob im heimischen Wohnzimmer oder im Club *g*

Wel­che Musik hörst du außer­halb der typi­schen dunk­len Musik noch?

Keine speziellen Genres, Musik muss mich emotional berühren oder faszinieren, ausserhalb der schwarzen Genres haben das die Banana Fishbones geschafft, aber auch Thomas D’s Album „Reflektorfalke“, genauso findet man mich auch auf der Tanzfläche wenn im Finsterclub der „Krieger“ aufgelegt wird, immerhin zitiert das Musikstück einen meiner Lieblingsfilme ;).
Ich mag Jazzstücke bei denen man vor dem geistigen Auge eine verrauchte Bar und einen depressiven Privatschnüffler sieht der am Tresen Bourbon in sich hinein kippt.

Ich mag Renaissancemusik, orientalische Klänge und mittendrin auch mal Klassik, wobei ich mich damit noch nicht näher auseinandergesetzt habe um da spezielle Komponisten als Favoriten zu nennen, lediglich Bachs Tokkata und Mozarts Requiem vielleicht.

Und freilich 80er – auch nicht so arg Schwarzes, wobei das ja auch nicht immer einandfrei trennbar ist.
OMD ist da eine langjährige Liebe sowie fast alles an sogennantem New Romantic 😉 – in dem Zuge darf man freilich den göttlichen Countertenor Klaus Nomi nicht vergessen – eigentlich mag ich Countertenöre generell auch recht gerne.

Gelegentlich findet sich auch noch das eine oder andere Überbleibsel meiner technoiden Vergangenheit auf die Playliste, Vorzugsweise Emmanuel Top und Kram den auch damals kaum einer gekannt hatte 😉

Mal ange­nom­men, Du könn­test ein Instru­ment spie­len, hät­test eine tolle Stimme und wür­dest zusam­men mit Freun­den eine Band grün­den. Wel­che Rolle in der Band wäre Deine?

Also, eine tolle Stimme habe ich sicher nicht, und ich vermeide es sogar dann zu singen wenn ich ein Tässchen Wein zu viel erwischt habe 😉 auch wenn ich Heavenly Voices ganz großartig finde, ich genieße das lieber in riesigen Gewändern auf der Tanzfläche, auf Konzerten oder daheim in aller Ruhe.

Würde ich „Musik“ machen, dann würde ich eher in abgewetzten Lederklamotten in einer Industrieruine auf Metall einkloppen um die Samples danach durch den Synthie zu jagen *kicher* – oder Theremin spielen 😉 oder mir bekloppte Installationen einfallen lassen um damit noch mehr Lärm zu produzieren 😀 und freilich generell am Sythie schrauben und basteln.

Nenne 5 dei­ner Alben die für Dich unver­zicht­bar mit Szene ver­bun­den sind.

Diary of Dreams – Nigredo
Sisters of Mercy – Slight Case of Overbombing
Rosa Crux – In Tenebris (eigentlich Stellvertretend für alle Alben der Band)
Project Pitchfork – IO
Nicholas Lens – Flamma Flamma (auch wenn das eher ein ein Ausreißer ist -aber wenigstens ein Neoklassischer 🙂 )

Wel­che musi­ka­li­schen Eigen­schaf­ten hat für dich das ideale Lied?

Huh, das ist schwer, da die Bandbreite meiner musikalischen Präferenzen so groß ist kann ich „das“ perfekte Lied kaum beschreiben, ein Musikstück trifft mich meist sehr spontan, egal ob auf den ersten oder auch mal zweiten Blick.
Es kann an einem genialen Text liegen, einer ungewöhnlichen Stimme, besonders beeindruckende Synthieklänge, und noch viel mehr.

Wel­che Band oder wel­chen Musiker/in wür­dest Du gern mal inter­viewen und auf wel­chen Frage musst Du dabei unbe­dingt eine Ant­wort haben?

Adrian Hates von Diary of Dreams würde ich gerne mal kennenlernen, weil ich denke daß er eine sehr interessante Persönlichkeit sein muss mit dem man sicher sehr großartige Gespräche führen kann. Letztenendes haben seine Songtexte für mich eine ganz besondere Bedeutung.

Daneben würde ich auch gerne mal mit Anna-Varney ein Tässchen Tee trinken und philososchwafeln wollen, zumindest stelle ich mir das sehr spannend vor mit einer so aussergewöhnlichen Persönlichkeit wie er/sie es ist.

Generell bin ich mehr an den Menschen hinter der Musik und deren Beweggründefür eben ihre Musik interessiert. Ian Curtis wäre sicher auch ein spannender Gesprächspartner, nur leider ist das mit irdischen Mitteln wohl nicht zu bewerkstelligen …

„Die“ Frage hätte ich dabei aber nicht, ich denke das würde sch im Gespräch mit den einzelnen Persönlichkeiten dann erst ergeben.

Wer oder was reprä­sen­tiert für die Dich die Zukunft der »schwar­zen« Musik?

Das ist eine schwierige Frage – die schwarze Musiklandschaft ist heutzutage so unübersichtlich daß mir spontan kein konkretes Projekt einfällt, ich hoffe aber sehr daß die musikalische Zukunft weniger in fremden Stilen die von Metal oder Techno kommen liegt, sondern weiterhin im Postpunk, Wave und Industrial und deren Ablegern.