Neujahrs-Gewinnspiel – und ein blöder Jahresrückblick ;)

Hoppla – schon wieder ein Jahr vorbei? Wie konnte das passieren …

Und da sitzt man nun vor dem Bildschirm und fragt sich, wo das letzte so schnell denn nun wieder hingekommen sein mag …

Muss man da schon wieder einen Rückblick schreiben? Nun, müssen – sicher nicht, aber wisst ihr was – ich tue es dennoch!

Wie auch im Jahr davor ist zum schönen, altmodischen Bloggen einfach keine Zeit übrig geblieben, für dieses Jahr nehme ich mir schonmal vor, etwas öfter den Staub von diesem alten Ding abzuklopfen. Und so geht es gleich mal mit einem Gewinnspielchen in die Vollen.

Eigentlich geplant zum 1000sten „Like“ der Facebook-Seite des Zeitreisenden Nähkästchens, wird jetzt aus einfach nachvollziehbaren Gründen eine Neujahrs-Verlosung draus.

Und zu gewinnen gibt es den nachfolgend abgebildeten Mühlsteinkragen aus violetter Baumwolle, mit reichlich schwarzer Spitze und einer gestickten Bordüre aus vierblätterigen Kleeblättern – die dem/der Gewinner/in im neuen Jahr ordentlich Glück bringen sollen!

Zur Teilnahme habt ihr dazu zwei einfache Möglichkeiten:

Der Facebook-Seite des Nähkästchens ein „Like“ verpassen (wenn nicht sowieso schon passiert)

– dort den Post mit dem Bild auf dem eigenen Profil teilen – öffentlich sichtbar (sonst kann ich den geteilten Beitrag nicht sehen – als Nachweis daß geteilt wurde)

– optional: lasst mir ein paar Grüße auf meiner Seite da 🙂

Alternativ – für die Facebook-losen:

— weiterpetzen auf eurem eigenen Blog

– und dann hier kommentieren mit Link zu betreffendem Beitrag.

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Soviel zum „wirksamen“ Teil – jetzt kommt die lange Textwüste. Aber keine Sorge, es gibt auch Bildchen 😉

Tja, was ist passiert im letzten Jahr.

Einiges. Und wenig. Klingt komisch, ist aber so. Eins der absoluten Highlights war unbestreitbar der London-Trip im April, den ich vor allem Vicktoria zu verdanken habe – und nochmals an dieser Stelle lieben Dank dafür, ich denke immer wieder gern dran zurück und freue mich auch jetzt noch darüber 🙂 – was wir da so alles gemacht haben, kann man sogar im Blog nachlesen.

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Blaue Kiste am Earl’s Court

Danach folgten knapp vier Monate saisonaler Job am hiesigen Theater – den Luisenburg Festspielen. Natürlich im Kostüm. Also, in der gleichnamigen Abteilung, nicht komisch angezogen (wobei das natürlich immer im Auge des Betrachters liegt …)

Ich möchte dazu eigentlich nicht viel mehr schreiben, da man Bände füllen könnte mit Anektödchen und Geschichtchen, und nachdem ich imstande wäre, das auch zu tun, ersticke ich den Drang einfach mal im Keim, und sage – ich erzähl euch gerne mal was wenn wir uns persönlich treffen, beim WGT, oder sonstwo.

Es war auf jeden Fall eine ziemlich interessante, wenn auch teilweise harte und stressige Zeit

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Die Schneiderei auf der Luisenburg

WGT ist ein gutes Stichwort, oder bessergesagt, ein schlechtes, denn wegen oben genanntem Job fiel das, nach ganzen zehn Jahren in Folge, das erste Mal aus für mich. In diesem Jahr bin ich aber wieder dabei, und freue mich dafür umso mehr darauf!

Ein weiteres, ganz tolles Jahres-Highlight war am 24. und 25. Oktober dann die TimeLash – die erste deutsche Doctor Who Convention überhaupt. Diese fand in Kassel statt, und hätte eigentlich auch einen ganz eigenen Beitrag verdient gehabt, nur bin ich – wie zu anderen Gelegenheiten eben auch – irgendwie nicht dazu gekommen. Jedenfalls war es eine wunderbare, kleine und sehr freundlich-familiäre Angelegenheit mit tollen Gästen und einem Haufen gutgelaunter Besucher. Auch hier hatte man Gelegenheit, Leute die man sonst nur virtuell kannte, mal live und in Farbe zu sehen. Ein paar andere habe ich vor Ort garnicht erkannt – sollte sich da jemand angesprochen fühlen: es tut mir fürchterlich leid. Ehrlich. Ich bin kacke im Gesichter-erkennen und sage den Leuten meistens, sie sollen mich anlabern, da die Chancen sehr gut stehen, daß ich an ihnen einfach vorbeilaufe.

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Blaue Kiste in Kassel – und diesmal passend im 11. Doctor-Gewand

Trotzdem war die „Trefferquote“ relativ hoch an dem Wochenende, es gab einen Haufen schöner Gespräche, die oft dazu führten daß wir die Panels ganz verpassten (Memo an mich – eine Con ist kein WGT … oder? Irgendwie vielleicht doch, nur für Who-Fans, statt für Schwarzkittel. Naja, manchmal auch für letztgenannte, der Anteil anwesender Grufties war dann doch ganz stattlich), ein Cosplay-Wettbewerb bei dem ich Teil der Jury sein durfte, und bei dem wir Juristen wirklich hart geschwitzt haben bei der Preisvergabe.

Glücklicherweise wird es eine zweite Ausgabe geben, und zwar am 15. und 16. Oktober diesen Jahres – ich freu mich schon drauf und bin gespannt, welche Gäste dann (noch) eingeladen sein werden.

Amy (aber nicht "Pond") auf der TimeLash in ihrem maßgefertigten TARDIS-Kleid - vom Nähkästchen, natürlich :)

Amy (aber nicht „Pond“) auf der TimeLash in ihrem maßgefertigten TARDIS-Kleid – vom Nähkästchen, natürlich 🙂

Und natürlich darf man nicht vergessen – die Unterschlupfmöglichkeit bei BB in Kassel (schaut euch auch mal auf ihrer Seite um – es handelt sich nämlich auch um eine sehr liebe Kollegin) . Das machte das Wochenende gleich nochmal besser als es eh schon war – samt der Dreiergruppe jugendlicher Kater, die nachts nicht nur rumliegende Leute als Bett benutzten, sondern in ihrer Spielwut sogar ganze Daleks von den Tischen räumten 😀

Kater … ach bin ich heute gut im Überleitungen schreiben … ja, einen Kater habe ich nun auch wieder. Nein, natürlich nicht den von Neujahr, sondern schwarzweiß, flauschig, auf vier Pfoten und dauerhungrig.

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Findus – so heißt er – wohnte eigentlich bei den Nachbarn, doch wie das Katzen manchmal so machen, entschied er sich, das Zuhause zu wechseln. Das kürzt eine längere Geschichte jetzt zwar ziemlich ab, aber am Ende lief es eben auf das hinaus. Und in diesem Moment liegt der Flauschball, seines Zeichens Hauskatz-Maine Coon-Mischling (man beachte die winzigen Luchsohrpinselchen, die hat eine Hauskatze nämlich sonst nicht), friedlich auf dem Wohnzimmersessel und pennt.

So im Ganzen fällt auf – kein sehr „gruftiges“ Jahr, leider. Aber zum Abschluß gab es dann wenigstens doch noch einmal einen Göttertanz – nach drei Jahren Pause von meiner Seite – einerseits aus verschiedenen, persönlichen Gründen, andererseits auch oft genug unfreiwillig. Wie auch immer – es war ein phänomenaler Abend, die neue Örtlichkeit habe ich auch das erste Mal gesehen, und finde sie wirklich großartig. Viele altbekannte Gesichter aus den guten Top Act-Zeiten, aber auch komplett neue Leute, und die schöne, entspannte, freundliche Stimmung ist auch erhalten geblieben. Danke dafür, jetzt freue ich mich wieder auf die Göttertänze die da noch kommen mögen!
Für Bilder könnt ihr mal auf die Seite des Göttertanzes schauen.

Was fehlt noch?

Ach ja – Eumelchen. Wie konnte ich das vergessen …

Nach gut 15 Jahren verschlug es mich wieder zu einem alten Hobby – die Astronomie, und nach den ersten Spechtelversuchen mit der „alten“ Ausrüstung – einem Fernglas auf Stativ und mehreren Himmels-Atlanten, war klar – ein Teleskop muss (wieder) her.

Anno 1999 latschte ich noch, auf dem Weg zur totalen Sonnenfinsternis, mit einem „kleinen“90/900er Refraktor über die Schulter geworfen, und die Montierung unter den Arm geklemmt, durch Bayreuth. Mit Eumelchen, so fürchte ich, haut das nicht mehr hin – das ist nämlich etwas größer.

Aber nur ein ganz kleines bisschen.

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250/1250 GSO Dobson-Spiegelteleskop

Wirklich nur ein kleines bisschen … *hust*

Auch wenn das Wetter bislang nicht oft mitgespielt hat, und daher das gute Stück erst ganze viermal zum Einsatz kam, bin ich natürlich stolz wie Bolle auf das Teil. Also bleibt zu hoffen daß 2016 noch viele weitere klare Nächte bieten kann.


 

 

Tja, damit ist 2015 offiziell abgeschlossen.  Natürlich gibt es für das kommende Jahr wieder genug Pläne, wie WGT und die TimeLash und sicher auch andere Veranstaltungen.

Wie immer bin ich für Näh-Aufträge auch 2016 zu haben, zusätzlich werden aber auch die Shops auf Etsy und DaWanda mit fertigen Sachen weiter bestückt. Schaut einfach auch da mal vorbei, sagt es weiter, abonniert die Shops … auch ein kleiner Klick hilft dem Nähkästchen weiter 🙂

Ein wenig neues Gebiet betreten wir, indem einige Sachen auch zum Leih verfügbar sein werden – also nicht nur, wie bis jetzt nur für Models und Photographen die ich schon kenne, sondern offiziell gegen Leihgebüren. Wer sich das ansehen mag, sollte sich mal mein Profil auf Wishrent ansehen – da wird natürlich auch noch aufgestockt.

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Bild: Hadie van Bilderflut Model: Mimi Geißler

Für Fragen und Anregungen bin ich natürlich jederzeit offen – scheut euch also nicht, mir zu sagen, falls ihr etwas besonderes haben möchtet, oder sehen wollt. Vermisst ihr gewisse Farben, Größen oder Modelle in den Shops? Habt ihr Verbesserungsvorschläge?

Und wenn jemand gute Gelegenheiten hat, Flyer an den Mensch bringen zu können und auch zu wollen – Nachricht genügt, egal über welchen Kanal, ich schicke euch gerne welche zu oder nutze die Gelegenheit natürlich auch auf Veranstaltungen, bei denen ich selbst da bin, welche abzuwerfen (danke an der Stelle an Hannes für die spontane Auslage beim Göttertanz 🙂 )

Weiterhin sitze ich immernoch auf meiner Dauerbaustelle – der Homepage des Nähkästchens. Die soll heuer auch endlich mal angegangen werden. Also auch im kommenden Jahr viel zu tun, auch wenn es erstmal nach nicht so viel aussieht.

Der Blog soll ebenfalls wieder etwas häufiger genutzt werden, nicht nur für die üblichen Veranstaltungsberichte, sondern auch für Einblicke in die Werkstatt des Nähkästchens und was hier so alles entsteht. Vergesst den Blog also bitte nicht und schaut einfach mal wieder vorbei!

Ich hoffe natürlich auch, die Photoaktivität wieder etwas steigern zu können – meine eigene Photo-Seite kommt oft immer etwas kurz, zum Urbexen muss ich auch mal wieder kommen, und mit Leuten habe ich im vergangenen Jahr leider nur bei einem Shooting arbeiten können – dafür mit wirklich schönen Ergebnissen, denn Hika, eine liebe Kollegin vom Theater, wollte Gewand von mir gemacht, vor meiner Kamera ausführen.

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Danke dafür 🙂 – auch wenn ich noch ein paar Bilder schuldig bin zu bearbeiten ..

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein tolles, granatiges 2016 – haut anständig rein, habt Glück und Erfolg und alles was ihr euch noch so wünscht – und clear skies für die gleichgesinnten Astronomen, gut Licht für die Photo-Kollegen und alles was sonst noch so fehlt 🙂

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Leuchttürme im Weltall

Joy Division ist waschechten Grufties natürlich 😉 ein Begriff, ebenso bekannt sein dürfte dem geneigten Grufti das Cover des Albums „Unknown Pleasures“ von eben genannter Band, das den Graphen des Signals von CP 1919 zeigt – eines sogenanten Pulsars.
Doch daß das Motiv diese Bedeutung hat war mir zugegebenermaßen bislang nicht bewusst – umso mehr bin ich jetzt von der Wahl angetan 😉
Wer jetzt besagte Graphik sehen will, den verweise ich einfach auf entsprechenden Artikel im – übrigens stets lesenswerten – Blog vom Herrn Spontis: dazu bitte hier lang

In den Kommentaren hängt ja schon die Frage im Raum, was ein Pulsar den nun sei – und auch mein Angebot das Ganze in einem kleinen *räusper* Artikel mal ein wenig zu erläutern. Und das versuche ich nun in den folgenden Zeilen …

Na dann fangen wir mal an *brille zurecht rück*

Wie unsere Sonne auch sind die Sterne die wir nachts am Himmel sehen können ebenfalls Sonnen. Doch nicht alle haben die gleichen Eigenschaften wie unsere Sonne, besonders bei sehr hellen Sternen kann man mit etwas Übung erkennen, daß nicht alle weiß leuchten, manche strahlen mehr rötliches Licht ab, manche sind eher bläulich.

Diese unterschiedlichen Farben kommen von unterschiedlichen Oberflächentemperaturen, ebenso wie bei Feuer ist eine mehr rötliche Flamme kühler als eine blau leuchtende, und mit den Sternen ist es ganz ähnlich. Astronomen charakterisieren Sterne in sogenannten Spektralklassen, anhand des Aussehens ihres Lichtspektrums – aus dem man noch mehr Informationen nehmen kann als nur die Oberflächentemperatur.
Diese Spektralklassen werden mit Buchstaben abgekürzt, sodaß man gleich weiß daß ein Stern der Klasse O bläulich leuchtet, eine ungefähre Masse von 60 Sonnenmassen hat, und an der Oberfläche zwischen 30000 und 50000 Kelvin heiß ist.
Zugegeben, das wusste ich nicht mehr wirklich auswendig, aber gleich mehr dazu.

Ein weiteres Merkmal von Sternen ist die Leuchtkraft. 1905-1913 stellten Hertzsprung und Russel ein Diagramm auf in dem die Spektralklassen (auf der x-Achse) gegen die Leuchtkraft (y-Achse, logischerweise) aufgetragen wurde.
Und so schaut das Ganze dann aus: Hertzsprung-Russel Diagramm auf astronomie.de

Was auffällt ist die recht durchgängige Kurve die sich von links oben, bei den sogenannten „Blauen Riesen“ bis rechts unten zu den „Roten Zwergen“ durchschlängelt. Das ist die sogenannte Hauptreihe – auch unsere Sonne ist eingezeichnet, die als Spektralklasse G-Stern offengesagt gewöhnlicher nicht sein könnte 😀
Im Laufe ihres Lebens halten sich Sterne die meiste Zeit auf eben dieser Hauptreihe auf.
Mit „Leben“ ist hier der Zeitraum gemeint in dem Sterne ihre Energie aus dem Brennen von Wasserstoff beziehen.

Für Pulsare ist diese Hauptreihe irrelevant – und damit kommen wir der Frage, was ein Pulsar ist tatsächlich auch schon näher – nämlich ein Überrest eines Sternes, oder auch eine Stern-Leiche – irgendwie schon wieder gruftig, oder? *g*

Ein Stern stirbt, wenn er einen gewissen Anteil seines Wasserstoffes verbraucht hat, danach wird im Sterneninneren dazu übergegangen, schwerere Atome aus den vorhandenen zu fusionieren.
Im Allgemeinen sind massereiche und heiße Sterne kurzlebiger, und ihr Ableben bei weitem spektakulärer als bei leichteren, kälteren Sternen.
Das liegt daran daß kältere Sterne ihren Brennstoff quasi langsamer verbrauchen als ungleich heißere Sterne, aber das nur am Rande erwähnt.

Also kehren wir zurück zum Ableben von Sternen um zu beleuchten, wie so ein Pulsar entsteht.
Sterne sterben auf unterschiedliche Weise, welche im wesentlichen von ihrer Masse abhängt.
Unsere Sonne wird beispielsweise recht langweilig als weißer Zwerg enden.

Spektakulärer wird es bei massereicheren Sternen. Wie schon erwähnt, fusioniert ein sterbender Stern immer schwerere Elemente in seinem Inneren, bis er bei Nickel und Eisen angekommen ist. Dann würde eine weitere Fusionierung zu noch schwereren Elementen Energiezufuhr benötigen, und nicht mehr Energie freisetzen wie beim Wasserstoff-Brennen. Der Strahlungsdruck der in „lebenden“ Sternen das Gleichgewicht zur Gravitation hält, welche bestrebt ist den Stern zusammenzupressen, setzt aus, und die Hülle des Sterns knallt quasi auf den Kern – und das mit ca Lichtgeschwindigkeit – eine Supernova entsteht.

Dadurch werden in den Atomkernen der Sternenmaterie die Elektronen und Protonen ineinandergepresst, wodurch Neutronen entstehen. Der Sternen-Überrest schrumpft auf ca 20-30 Kilometer Durchmesser – einem Bruchteil seines vorherigen. Dabei steigt die Rotationsgeschwindigkeit ebenfalls enorm an – ähnlich wie ein sich drehender Tänzer schneller wird wenn er die Arme von einer ausgestreckten Position an den Körper heranzieht.
Ein Kubikzentimeter Neutronenstern-Materie würde auf der Erde mehrere Millionen Tonnen wiegen – so enorm ist die Dichte dieses Materials!

Was haben Neutronensterne denn nun mit Pulsaren gemeinsam?

Durch die immens hohe Rotationsgeschwindigkeit von 0,01s bis 8s pro ganzer Umdrehung erzeugen Neutronensterne auch extrem starke Magnetfelder – das Prinzip gleicht dem eines Dynamos.
In diesem Feld werden Elektronen beschleunigt und entlang der magnetischen Polachse abgestrahlt, auch Radiostrahlung entsteht dabei.

Jetzt kann es vorkommen daß diese Abstrahlungsache nicht mit der Rotationsachse zusammenfällt, es entsteht der sogenannte Leuchtturm-Effekt bei dem alles was in „Sichtlinie“ der Strahlungsachse liegt, einen Neutronenstern als pulsierende Signalquelle wahrnehmen kann – wobei „sehen“ kann man Neutronensterne nicht da sie kaum mehr sichtbare elektromagnetische Strahlung a.k.a „Licht“ aussenden.
Die Entdeckung von Pulsaren hängt daher mit der in den 60ern noch jungen Radioastronomie zusammen.
So wurde der erste Pulsar von Jocelyn Bell und Anthony Hewish im Jahre 1967 durch Zufall gefunden. Da die Signale in absolut präzisen Zeitabständen auftraten, nahmen die Wissenschaftler zunächst an, es handele sich um Signale ausserirdischer Wesen – und nannten das Ganze LGM-1 : für Little Green Men.
Später benannte man den Pulsar mit der Bezeichnung CP 1919 – was uns wieder zum Anfang führt.
CP 1919 – das steht einmal für Cambridge Pulsar mit Rektaszension 19h19min – eine Positionsangabe am Himmel.
Heute wird er mit dem nicht weniger kryptischen Kürzel: PSR B1919+21 bezeichnet. Dabei steht die letzte Zahl für die Deklination – ebenfalls eine Positionsangabe. Auf der Erde wären Länge und Breite analog zu Rektaszension und Deklination, das noch am Rande dazu gesagt.

Vielleicht erscheint es zunächst etwas seltsam daß ich gerade vor diesem Hintergrund die Wahl der Graphik von CP 1919 als Albumcover sehr interessant finde, gerade auch im Bezug auf Joy Division.
So ist ein Pulsar zwar ein toter Stern, in dem jedoch extreme Zustände herrschen die teilweise auch heute nicht vollständig erklärt werden können. Und trotzdem sendet diese Sternenleiche noch Signale aus, die zwar nicht so auffällig sind wie sichtbares Licht, aber vorhanden und eben Resultat dieser extremen physikalischen Bedingungen.
Und genauso wie die Entdeckung von CP 1919 ein Meilenstein der Radioastronomie war, so war Joy Division ein musikalischer Meilenstein der den Nerv einer sich neu formenden Jugendszene traf.

Soviel von meiner Seite – ich hoffe ich habe keinen Leser durch wissenschaftlichen Kram allzu sehr verschreckt 😉