Gothic Friday – Februar: Musik und Leidenschaft

Und nun geht der Gothic Friday in die zweite Runde, diesen Monat dreht es sich ganz um die Musik, einige interessante Beiträge sind dazu auch schon wieder entstanden, und ich reihe mich da auch gleich mal mit ein.

Also legen wir mal los:

10 Fra­gen — Die Musik und Du

Was bedeu­tet Musik für Dich? Wie wich­tig ist sie Dir?

Musik ist für mich sehr wichtig, sie ist für mich eine sehr emotionale Sache.
Musik ist auch oft Hilfe bei weniger schönen Gemütszuständen, oder Mittel zum Abreagieren wenn das mal sein muss 😉 , sie ist die Brücke zum Abtauchen in andere Welten, hörbare Schönheit, Seelenspiegel und Freund. Sie macht aber auch glücklich bis hin zu euphorisch und deckt somit für mich alles ab was an Empfindungen möglich ist.

Wel­che Rich­tun­gen »schwar­zer Musik« hörst du? Nenne ein Bei­spiel, das für Dich deine Bedeu­tung des Genre am bes­ten Wie­der­gibt.

Ich höre eine relativ große Bandbreite an musikalisch-dunklen Subgenres. Meine Wurzeln sehe ich in den 80ern, bei Depeche Mode, OMD, The Cure, Siouxsie, Bauhaus und Joy Division, auch wenn ich einige Bands erst im Nachhinein für mich entdeckt habe, aber mein 80er Fimmel der vorher schon da war, war da auch maßgeblich beteiligt.
Daher stehen Wave und Postpunk freilich auch auf meiner Liste.

Ein Beispiel hierfür auszusuchen ist allerdings etwas schwierig …

Bauhaus – Bela Lugosi’s Dead DER Klassiker – freilich, aber eben einfach unbestreitbar ein geiles Stück 😀
Depeche Mode – Enjoy the Silence

Minimal

Juhu, Synthies 😀

S.P.O.C.K – Never trust a Klingon
– hat einfach den Nerd-Bonus wenn man eh schon Trekkie ist 😀
Rorschach Garden – Robots

Darkwave – war neben Depeche Mode mit Project Pitchfork eine maßgebliche „Einstiegsdroge“ für mich. Pitchfork habe ich schon in meinem ersten Gothic-Friday Artikel genannt, daher nehme ich an der Stelle mal das:

Silke Bischoff – Under your Skin

Und eine andere meiner absoluten Lieblingsbands muss ich hier freilich auch noch mit aufführen:

Diary of Dreams – Traumtänzer

Gothic Rock war eher Liebe auf dem zweiten Blick da ich Gitarren anfangs einfach nicht ausstehen konnte 😉 über die 80er Musik hab ich mich dann doch mehr und mehr dran gewöhnt, auch wenn das was ich damals mochte eindeutig Synthielastig sein musste.
Die Sisters haben mich dann von den Gitarren überzeugt, und zwar mit dem sicher bekanntesten Stück:

Sisters of Mercy – Temple of Love

Weiter gehts mit der Sparte Neoklassik – Ethereal – Heavenly Voices, einem Abkömmling des Postpunks.
Das kann ich ganz klar mit DEM Klassiker schlechthin vorstellen:

Dead Can Dance – Rakim

Neofolk – Ich verzichte hier auf die Klassiker, und gebe als Beispiel eine etwas neuere Band an die ich sehr schätze:

ROME – Das Feuerordal

Verwand dazu ist ist der sogenannte Apocalyptic Folk, und da kann ich nur eine grandiose Band als Aushängeschild anführen:

Ordo Rosarius Equilibrio – Three is an Orgy, four is forever

Mittelalterlich inspiriertes und Pagan Folk – aber nur in Ausnahmefällen mit Dudelsäcken, und bitte auch kein Mittelalter-Rock 😉

QNTAL – Am Morgen Fruo
Omnia – Etrezomp Ni Kelted

Von da aus gehts weiter in den Bereich Ritual
Ich stecke hier mal eine meiner absoluten Lieblingsband hinein, obwohl man die genauso zum Neoklassik oder anderen stecken könnte:
Rosa Crux – Omnes qui descendunt

Als erstes Werk des Ritual Industrials wird das Album „Secret eye of LAYLAH“ von Zero Kama genannt, das angeblich mit Instrumenten aus Menschenknochen eingespielt wurde:

Zero Kama – Night of Matter

Wiederum damit verwandt ist der Dark Ambient, beziehungsweise sind die Unterschiede zum Ritual mehr als fließend um eine genaue Trennung zu ziehen:

Raison D’Etre – Wasteland

Genauso fließend sind die Übergänge zum Martial Industrial und Military Pop, gerne hätte ich Derniere Volonte’s „La Foudre Et Le Tonnerre“ angeführt, konnte aber kein Video zu dem wunderschönen Stück finden, daher nehme ich ein anderes Beispiel:

Triarii – On Wings of Steel

Nachtrag: auch wenn „La Foudre et Le Tonnerre“ nicht in Videoform auffindbar war, habe ich ein anderes Musikstück gefunden:

Dernière Volonté – Au Travers des Lauriers

Von da aus muss ich unweigerlich zum Industrial kommen, wovon die letzten oben genannten Beispiele ja auch nur Verzweigungen sind, und was gibt man da besser an als die Godfathers der Industrial Culture – Throbbing Gristle:

Throbbing Gristle – Discipline

Ein neuerer Abkömmling des Ur-Industrials ist – nein, NICHT Straftanz 😉 – sondern Powerelectronics. Meine erste Begegnung damit war Propergol, und die führe ich hier auch mal als Beispiel auf:

Propergol – Outburst

Tut weh, und solls auch 😉

Neue deutsche Todeskunst
Kein Genre das ich allzu intensiv höre, aber Goethes Erben mag ich wirklich sehr gerne:

Goethes Erben – Rotleuchtende, einst weiße Engel

Schwer einordenbar ist vielleicht Sopor Aeternus, ich führe das mal hier mit auf, das ein Mann/Frau Projekt hat aber auch für mich persönlich eine Sonderstellung.

Sopor Aeternus – Tanz der Grausamkeit

Wie wür­dest deine musi­ka­li­sche Lauf­bahn beschrei­ben? Über wel­che Rich­tung der Musik bist Du in die Szene gekom­men, wel­che hast hin­zu­ge­won­nen, wel­chen hast du abge­schwo­ren und was hörst du heute?

Meine musikalischen Präferenzen in meiner Anfangszeit waren ganz klar synthetischer Natur 😉 und der Erstkontakt kommt meistens mit Bands die relativ bekannt und damit leicht zugänglich sind, bei mir waren das Covenant, VNV Nation, Suicide Commando, Wumpscut und Feindflug.
Auch wenn Project Pitchfork und Depeche Mode die eigentlichen Einstiegsdrogen waren, die hörte ich damals im schwarzen Club aber kaum sondern mehr in den eigenen 4 Wänden, und DM habe ich anfangs auch nicht als Szenetypisch wahrgenommen, das kam dann erst nach einiger Zeit der bewussten Auseinandersetzung mit Szene an sich und deren Musik, und damit habe ich dann meinen schon vorhandenen 80er-Fimmel nochmal ausgebaut *gg*

Durch die „La Nuit Obscure“, einer Party auf der quer durch alle Stile Musik gespielt wurde bin ich dann relativ schnell auch auf die „Wedelmusik“ gekommen, mit Dean Can Dance und Qntal zunächst, und dann weiter zu Omnia, Faun, Helium Vola und von da aus gings dann weiter zu experimentelleren Sachen aus dem Industrial-Umfeld welche Stammplätze auf der Göttertanz-Playlist hatten und heute noch haben, von da aus war es dann auch kein großer Schritt mehr zum Industrial an sich. Irgendwie unterwegs aufgesammelt habe ich dann noch Neofolk und Military Pop und bin im Wesentlichen bei dem Paket bin ich dann im Wesentlichen geblieben.

Abgeschworen habe ich eigentlich keinen Stilrichtungen, ich würde eher sagen ich habe mich im Laufe der Zeit vom Elektro a la Feindflug wegentwickelt, insbesondere durch die Begegnung mit waschechtem Industrial. Lediglich bei Wumpscut kann ich ehrlich sagen daß ich das heute auch noch gerne höre.
Am Rande bemerkt amüsiert mich der Umstand, daß an schwarzromantischen Göttertänzen bei Weitem mehr Industrielles gespielt wird als bei Cyberparties *kicher*

Wie und wo hörst du Musik am liebs­ten?

Das ist sehr situationsabhängig, und auch abhängig vom Genre. „Kopfkinomusik“ wie Darkambient oder generell ruhigere, nachdenklichere Stücke lassen sich auf dem Fensterbrett über der aufgedrehten Heizung bei nem Gläschen Wein, Kerzenlicht und Räucherwerk schlicht und ergreifend am Besten genießen, auch Industrielles höre ich lieber und setze mich auch im Club dazu eher selten in Bewegung.
Sachen die mehr Schwung haben und im großen Zeh kitzeln erfordern ausreichend Platz, egal ob im heimischen Wohnzimmer oder im Club *g*

Wel­che Musik hörst du außer­halb der typi­schen dunk­len Musik noch?

Keine speziellen Genres, Musik muss mich emotional berühren oder faszinieren, ausserhalb der schwarzen Genres haben das die Banana Fishbones geschafft, aber auch Thomas D’s Album „Reflektorfalke“, genauso findet man mich auch auf der Tanzfläche wenn im Finsterclub der „Krieger“ aufgelegt wird, immerhin zitiert das Musikstück einen meiner Lieblingsfilme ;).
Ich mag Jazzstücke bei denen man vor dem geistigen Auge eine verrauchte Bar und einen depressiven Privatschnüffler sieht der am Tresen Bourbon in sich hinein kippt.

Ich mag Renaissancemusik, orientalische Klänge und mittendrin auch mal Klassik, wobei ich mich damit noch nicht näher auseinandergesetzt habe um da spezielle Komponisten als Favoriten zu nennen, lediglich Bachs Tokkata und Mozarts Requiem vielleicht.

Und freilich 80er – auch nicht so arg Schwarzes, wobei das ja auch nicht immer einandfrei trennbar ist.
OMD ist da eine langjährige Liebe sowie fast alles an sogennantem New Romantic 😉 – in dem Zuge darf man freilich den göttlichen Countertenor Klaus Nomi nicht vergessen – eigentlich mag ich Countertenöre generell auch recht gerne.

Gelegentlich findet sich auch noch das eine oder andere Überbleibsel meiner technoiden Vergangenheit auf die Playliste, Vorzugsweise Emmanuel Top und Kram den auch damals kaum einer gekannt hatte 😉

Mal ange­nom­men, Du könn­test ein Instru­ment spie­len, hät­test eine tolle Stimme und wür­dest zusam­men mit Freun­den eine Band grün­den. Wel­che Rolle in der Band wäre Deine?

Also, eine tolle Stimme habe ich sicher nicht, und ich vermeide es sogar dann zu singen wenn ich ein Tässchen Wein zu viel erwischt habe 😉 auch wenn ich Heavenly Voices ganz großartig finde, ich genieße das lieber in riesigen Gewändern auf der Tanzfläche, auf Konzerten oder daheim in aller Ruhe.

Würde ich „Musik“ machen, dann würde ich eher in abgewetzten Lederklamotten in einer Industrieruine auf Metall einkloppen um die Samples danach durch den Synthie zu jagen *kicher* – oder Theremin spielen 😉 oder mir bekloppte Installationen einfallen lassen um damit noch mehr Lärm zu produzieren 😀 und freilich generell am Sythie schrauben und basteln.

Nenne 5 dei­ner Alben die für Dich unver­zicht­bar mit Szene ver­bun­den sind.

Diary of Dreams – Nigredo
Sisters of Mercy – Slight Case of Overbombing
Rosa Crux – In Tenebris (eigentlich Stellvertretend für alle Alben der Band)
Project Pitchfork – IO
Nicholas Lens – Flamma Flamma (auch wenn das eher ein ein Ausreißer ist -aber wenigstens ein Neoklassischer 🙂 )

Wel­che musi­ka­li­schen Eigen­schaf­ten hat für dich das ideale Lied?

Huh, das ist schwer, da die Bandbreite meiner musikalischen Präferenzen so groß ist kann ich „das“ perfekte Lied kaum beschreiben, ein Musikstück trifft mich meist sehr spontan, egal ob auf den ersten oder auch mal zweiten Blick.
Es kann an einem genialen Text liegen, einer ungewöhnlichen Stimme, besonders beeindruckende Synthieklänge, und noch viel mehr.

Wel­che Band oder wel­chen Musiker/in wür­dest Du gern mal inter­viewen und auf wel­chen Frage musst Du dabei unbe­dingt eine Ant­wort haben?

Adrian Hates von Diary of Dreams würde ich gerne mal kennenlernen, weil ich denke daß er eine sehr interessante Persönlichkeit sein muss mit dem man sicher sehr großartige Gespräche führen kann. Letztenendes haben seine Songtexte für mich eine ganz besondere Bedeutung.

Daneben würde ich auch gerne mal mit Anna-Varney ein Tässchen Tee trinken und philososchwafeln wollen, zumindest stelle ich mir das sehr spannend vor mit einer so aussergewöhnlichen Persönlichkeit wie er/sie es ist.

Generell bin ich mehr an den Menschen hinter der Musik und deren Beweggründefür eben ihre Musik interessiert. Ian Curtis wäre sicher auch ein spannender Gesprächspartner, nur leider ist das mit irdischen Mitteln wohl nicht zu bewerkstelligen …

„Die“ Frage hätte ich dabei aber nicht, ich denke das würde sch im Gespräch mit den einzelnen Persönlichkeiten dann erst ergeben.

Wer oder was reprä­sen­tiert für die Dich die Zukunft der »schwar­zen« Musik?

Das ist eine schwierige Frage – die schwarze Musiklandschaft ist heutzutage so unübersichtlich daß mir spontan kein konkretes Projekt einfällt, ich hoffe aber sehr daß die musikalische Zukunft weniger in fremden Stilen die von Metal oder Techno kommen liegt, sondern weiterhin im Postpunk, Wave und Industrial und deren Ablegern.

12 Antworten zu “Gothic Friday – Februar: Musik und Leidenschaft

  1. […]gerne hätte ich Derniere Volonte’s „Le Foudre et la Tonerre angeführt, konnte aber kein Video zu dem wunderschönen Stück finden[…]

    Das Problem hatte ich auch. Zwar findet man von Dernière Volonté Mitschnitte von Auftritten. Doch haben diese dahingehend etwas mit denen von Triarii gemeinsam. So atmosphärisch die Studioalben auch klingen, so grässlich scheppert es über die Bühne.

    Allerdings sagt mir der genannte Titel überhaupt nichts. Auf welchem Album versteckt der sich denn?

    • Ja, schade daß man nun wirklich so garnichts findet, bei Vimeo hab ich „Vienna“ ausgegraben in anständiger Qualität, aber das wars dann schon.
      „La Foudre Et Le Tonnerre“ (ich hab mich verschrieben befürchte ich, das muss ich dann noch ausbessern … mein Französisch ist aber auch nicht mehr das Beste, mangels Gebrauch … ) ist auf dem Album „Les Blessures de L’Hombre“ zu finden.

      • Aha. Besten Dank.
        Nun gut, dann kann ich es auch nicht kennen bzw. finden. Ich muss wohl doch einmal meinen Fundus erweitern. Zumal das Album von 2003 zu sein scheint, was den Reiz gleich viel größer werden lässt.
        Da ich vor allem das Album »Commémoration« aufgrund seiner Schwermut schätze. Und dieses stammt von 2004.
        Warum ich das erwähne. Ich befürchte, dass das Projekt immer popiger wird. Zwar besitzt die Immortel von 2010 noch immer Klang. Aber dennoch ist diese von einer allzu banalen Heiterkeit durchzogen.
        Dann doch lieber die Devant Le Miroir, aber das nur am Rande.

      • Ja, das „Blessures de L’Hombre“ ist von 2003, ein wirklich sehr empfehlenswertes Album!
        Das 2010er Album kannte ich noch nicht, muss ich gestehen, aber ich erinnere mich daß eine Freundin von mir das gleiche dazu meinte wie Du. Ich habe gerade mal schnell via Amazon reingehört und kann mich da auch nur anschließen, vieles klingt mehr wie Synthiepop – nicht schlecht aber ältere Sachen sind besser. Auch wenn ich Synthiepop durchaus auch mal mag …

        Dafür kenne ich „Commémoration“ noch nicht – abgesehen von einigen einzelnen Stücken 😉 – werde ich mir fürs heurige WGT mal auf den Einkaufszettel schreiben – CD-Sammlung erweitern ist eigentlich eh der einzige Grund sich in den Konsumtempel der Agra zu wagen.

        Ich habe inzwischen auch ein brauchbares Video gefunden, wenn auch nicht vom ursprünglich gewünschten Stück – das ich ausgewählt hatte weil ich nach dem WGT 2009 einen wirklich mehrmonatigen Ohrwurm davon hatte und es damit irgendwie zu meinem persönlichen Lieblingsstück von dieser Band geworden ist.

  2. Und wieder diese Parallelen, werte Rosa 🙂
    Gerade Frage 1 hätte von mir genau so beantwortet werden können, wenn ich es geschafft hätte, mich kürzer zu fassen 😉

    S.P.O.C.K. hatte ich schon häufig gehört, aber nie gewusst, was ich da höre – ich habe nämlich akkustisch nie verstanden, wem man denn nicht trauen solle. Wie coooool, danke 🙂
    Wenn du Nerd-Musik magst wirst du dich vielleicht auch für Pornophonique erwärmen können – die machen Musik mit Gitarre und Gameboy (und hin und wieder C64) und die Texte drehen sich um so tiefschürfende Dinge wie Space Invaders oder Lemmings:

    Dass „Rakim“ so ein Klassiker ist wusste ich garnicht – über den Song war ich eher zufällig gestolpert, als ich mit Dead can Dance in Berührungen gekommen war und mir mal willkürlich mehr anhörte – aber ein geniales Stück.

    Auch an „Krieger“ habe ich lange nicht mehr gedacht, könnte ich mir auch mal wieder anhören… und „Dune“ sehen ohnehin… In diesem Sinne: Shai Hulluuuuuuuuuud! 🙂

    Und warum sind es immer die Reifrocktanten, die Nicholas Lens kennen? Gut, ich kenne ihn allerdings ja auch nur durch eine ebensolche 😉

    • Hihi – ja ich hab Deinen Artikel eben auch gelesen, und ebeso festgestellt daß wir uns da in Teilen wieder gut treffen 😉
      S.P.O.C.K und speziell Never trust a Klingon kenne ich schon ewig, zu meiner wildesten Trekkie-Zeit hab ich einen Sampler gekauft der mit Star Trek beworben wurde und da war das Stück drauf, und auch ganz viel mehr Minimal und Synthiepop, das müsste 1996 gewesen sein, die Scheibe lief bei mir bis zum Umfallen 😀 – Grund genug die beim nächsten Elternbesuch mal mit nach Hause zu nehmen.
      Pornophonique wurde mir bereits empfohlen, und es war Liebe auf den ersten Ton *lach* – tolles Projekt!

      Neben Rakim ist Yulunga von DCD eigentlich bei uns hier sowas von Klassiker, die kenne ich seit ich das erste mal einen schwarzen Club betreten habe, und ich setze mich ach jetzt noch immer wieder gerne dazu in Bewegung, ich kann mich daran einfach nicht tot hören 🙂

      Der stärkste Satz in Dune, und eben auch im Krieger ist für mich „Der Schlafende muss erwachen!“ – was ein philosophisches Potential in den Worten liegt!

    • Hach herrlich jetzt muss ich mich doch mal einklinken……*lach….

      Spielt Herr Karnstein vielleicht bei dem Aspekt Nicholas Lens und Reifrocktanten auf mich an? *hüstel……nun ich habe wohl auch schon einige Male davon geschwärmt…..

      aber auch bei dir, Rosa, sehe ich einige Parallelen zu meiner eigenen Musikentwicklung….(auch wenn ich ganz urspünglich aus einer ganz anderen Richtung dazu gekommen bin……)
      Im Detail……z. B. Diary of Dreams mit Traumtänzer gehört schon seit Beginn zu meinen Lieblingsliedern…..keine Ahnung warum aber ich mags einfach…..und wenn es gespielt wird, dann bin ich auch auf der Tanzfläche……ähnlich wie bei Zeraphine mit be my rain……
      Aber auch Thomas D steht immernoch bei mir im CD Regal, wo wirklich meine absoluten Lieblinge stehen….find ich einfach nur grandios…und schön……
      Alle neormantischen, dark ambiente, ritual etc. Bands, die du nennst sind ebenfalls meine ständigen Begleiter…..was den täglichen Musikgenuss angeht……

  3. Hut ab, Deine Musiklandkarte, die Du hier ausgebreitet hast, verleitet zu manch einer Entdeckungsreise. Und ein paar Schätze habe ich auch schon gefunden! Vielen Dank!

    • Verzeih die späte Antwort – wenn man nur wochenends Netz hat kommt man schnell mal ins Schleudern 😉
      Danke für Deinen Kommentar – freut mich wenn ich was Neues weiterempfehlen konnte 🙂

  4. Ich war ja schon vorbelastet, denn wir haben uns ja bereits schon einmal (viel zu kurz) im Rahmen eines Interviews über deinen Musikgeschmack unterhalten. Und dennoch: Ich bin wieder einmal fasziniert welche Perlen noch auf deine Liste zu entdecken sind.

    Ganz besonders bei Dir finde ich die Entwicklung spannend, gerade in Bezug auf Dark Ambient und Industrial Geschichten. Ich war positiv überrascht als ich zum ersten mal die gesunde Mischung der Schwarzromantiker im Spiegelpalast auf dem WGT 2010 lauschen konnte, ein sehr angenehme Mischung – wenn auch ungewöhnlich und ganz anders als man das wohl möglich vermuten würde.

    Die Zukunft der schwarzen Musik hast du aus der Entfernung gesagt ja schon getroffen, denn die Musik muss ja nicht zwingend neu sein, denn Rosa Crux ist beispielsweise ein Bereicherung. Ich freue mich schon auf das WGT 2011 🙂

    • Verflixt, Dein Kommentar ist irgendwie hängen geblieben, hab ihn eben erst entdeckt …

      Ich darf mir meinen Artikel garnicht nochmal näher durchlesen, dann fällt mir immer auf wie viel ich vergessen habe zu erwähnen *lach* – aber da sieht man schon welch weites Feld Musik sein kann und wie weit sich der eigene Geaschmack im Laufe der Zeit auch aufgefächert hat.
      Früher habe ich mich, in meinem Reifrock-Anfangstagen – auch gewundert warum die eigentlich ach so romantische Fraktion auch dem industriellen Lärm was abgewinnen kann, bis die Verbindungen aus musikalischer Sicht für mich klarer wurden – gefallen hats mir von Anfang an auch, was mich dann erst verwirrt hat. Abgesehen davon – wer kommt schon drauf daß Neoklassik eigentlich ein Industrial-Ableger ist, klingt komisch stimmt aber …

      Nachtrag meinerseits zur Zukunft der schwarzen Musik: Otto Dix. Wenn auch zugegebenermaßen mit Einschränkungen. Was aber sicher auch dran liegt daß die Subkultur in Russland keine so lange Geschichte hat und sich daher auf jüngere Wurzeln stützt.

      Die Fragew ist auch bei der Zukunft der schwarzen Musiklandschaft ob etwas gänzlich Neues denn möglich ist, alles war irgendwie schonmal da, aber man kann auch bekannte Strukturen mit Inhalt anfüllen und spannend halten.

  5. Pingback: Gothic Friday – Das Februar Resümee – Spontis Weblog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.